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Zwei Orbis Zentralen zu Gesamtsystem verknüpft- erstmalige Installation im Landgericht Berlin im Saal 500 sowie im Saal 700.

Das Landgericht Berlin ist mit über 900 Mitarbeitern das größte Landgericht Deutschlands. Am Standort in der Turmstraße 91 gibt es zahlreiche Gerichtssäle, in denen Strafgerichtssachen verhandelt werden. Die beiden größten Säle (500+700), in denen Orbis installiert wurde, sind architektonisch sehr interessant und verfügen über Hochsicherheitsbereiche. 

Die Installationen in beiden Gerichtssälen wurden von der Firma Linner Elektronik ausgeführt, die Konzeption und Planung wurde in enger Abstimmung mit dem beyerdynamic Projektmanagement durchgeführt. Besonderheit dieser Installation ist neben dem Einsatz von zwei verschiedenen Mikrofonarten, die erstmalige Verknüpfung von zwei Orbis-Systemen innerhalb eines Gerichtssaales zu einem Gesamtsystem.

Mittels eines neu entwickelten Treibers für die Mediensteuerungen der Firma Extron, der in Zusammenarbeit mit dem Conference Projektmanagement und der Entwicklung von beyerdynamic programmiert wurde, werden zwei Orbis CU Steuerzentralen in einem System logisch miteinander verbunden. Generell können durch diesen Treiber beliebig viele Orbis Zentralen miteinander verbunden werden. Beachtet werden müssen jedoch, die zu erfüllenden Anforderungen im jeweiligen Projekt.

Im Landgericht wird diese Mediensteuerung eingesetzt, um im eingestellten „Normal“-Modus die NOM (number of open microphones) und die Clear- und Func-Funktionen zu überwachen und mit den anderen Orbis-Zentralen abzugleichen. Dazu können in der eigentlichen Mediensteuerungs-Konfiguration die Parameter (z.B. NOM, Betriebsart, Präsident etc.) festgelegt  werden.

Durch die Mediensteuerung ist es möglich, dass sechs gleichzeitig offene Mikrofone, in einem akustisch schwierigen Raum, aus einiger Entfernung, gleichzeitig besprochen werden können. Die Regelung in Anhängigkeit der offenen Mikrofone und die Lautstärkeabsenkungen werden mittels einer DSP (Digitaler Signal Prozessor) gesteuert.

Da Orbis auf einer Standard Cat5 Verkabelung basiert, konnten Teile eines bestehenden CAT-Kabelnetzes genutzt werden. Dadurch wurden jedoch vier Kabellinien gefordert, was die Notwendigkeit von zwei Zentralen nach sich zog. Zusätzlich konnten dadurch die zwei unterschiedlichen Mikrofontypen: Schwanenhalsmikrofone für den Richtertisch und Revoluto Mikrofone für die anderen Beteiligten, problemlos eingesetzt und optimal aufeinander abgestimmt werden.

Die Orbis Einbausprechstellen integrieren sich durch die ebenmäßige Installation unauffällig in den Saal. Durch die deutlich erfühlbaren Sprechstellentasten mit taktiler Rückmeldung und dem Kopfhöreranschluss für die Hörunterstützung oder der Ausgabe einer Fremdsprache wird das Gericht auch der UN Konvention für die Gleichberechtigung behinderter Menschen gerecht.

Die Revoluto Mikrofone Classis RM 31 Q wurden aus optischen und praktischen Gründen gewählt. Unauffällig integrieren sie sich in den Raum und durch den Abstand zum Sprecher entfalten die Mikrofone ihre Vorzüge optimal: Lautstärke und Bewegungsfreiheit bei bestmöglicher Nutzung des vorhandenen Platzes.

Eine Nutzeranforderung lag im ausschließlichen Zugriff des Richters auf die Zeugensprechstelle. Obwohl die Zeugensprechstelle ebenfalls eine im Orbis-Konferenzsystem integrierte Mikrofonsprechstelle ist und über eine eigene Taste verfügt, wird die Funktion durch die Mediensteuerung eingeschränkt. Nur der Richter kann über sein Tastenfeld die Zeugensprechstelle zu- und wegteilen, dies wird ihm durch eine Tasten-LED angezeigt.

Seit November 2015 wird das System bei Verhandlungen erfolgreich genutzt.

 

Weitere Informationen unter: www.beyerdynamic.de/orbis

Source: http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/landgericht/standorte