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OECD Paris

Das OECD Kongresszentrum begrüßt jedes Jahr 50.000 Delegierte, einschließlich Würdenträger, die aus aller Welt  kommen, um globale Wirtschaftsthemen zu erörtern. Anna Mitchell erfährt wie das Technikteam des Zentrums die Konferenzausstattung bereitstellt, um Konferenzen der Wirtschaftsgrößen zu erleichtern.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde 1961 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Paris. Die Organisation beschreibt einen Teil ihres Aufgabenbereichs als „ein Umfeld, in welchem Regierungen zusammenkommen können, um Erfahrungen in der Politik auszutauschen, Antworten auf gemeinsame Probleme zu suchen, bewährte Verfahrensweisen zu erkennen sowie Innen- und Außenpolitik zu koordinieren.“

Als Teil dieser Aufgabe überholte die OECD ihre Konferenzeinrichtungen mit der Eröffnung ihres neuen Zentrums im Januar 2008. Eine AV-Installation erleichterte die Konferenzen der 50.000 Delegierten, die jedes Jahr ins Zentrum kamen. In den vergangenen Monaten hat das Team des Kongresszentrums hart gearbeitet, um die Ausstattung zu modernisieren und so die Benutzerfreundlichkeit vor Ort zu erhöhen.

Gerlando Taibi, Referatsleiter im OECD Kongresszentrum, greift die Geschichte auf und beginnt von vorne: „Wir mussten 12 Konferenzräume ausstatten: zwei Räume mit einer Größe von 400m², fünf Räume mit je 300m², drei Räume mit je 200m² und zwei Räume mit je 70m². Unsere Hauptziele waren, alle Räume mit Konferenz- und Dolmetschsystemen sowie Videoprojektionstechnik auszustatten. Videoprojektion wird für Powerpoint-Präsentationen verwendet sowie zur Wiedergabe eines Videobildes des Redners auf einer Leinwand.“

Ein weiteres Thema war die Kommunikation zwischen den Räumen über Ton und Bild. Das war im Zentrum unerlässlich, da für viele Konferenzen Räume für Teilnehmer benötigt werden, die nur zuhören und nichts zur Diskussion beitragen.

„Eine weitere wichtige Überlegung betraf die Flexibilität,“ fuhr Taibi fort. „Wir müssen die Räume umgestalten können, zum Beispiel von einem Raum für eine Diskussion am runden Tisch zu einem Amphitheater. Außerdem wurde das Zentrum so gebaut, dass durch das Entfernen von Trennwänden ein viel größerer Raum geschaffen werden kann. Durch die Kombination verschiedener Räume können wir eine Raumgröße von bis zu 1000m² schaffen.“

Für das Konferenzsystem entschied sich Taibi für beyerdynamic. „Wir hatten ihre Ausstattung in der Vergangenheit genutzt,“ erklärte Taibi. „Wegen der Revoluto-Delegiertensprechstelle waren wir sehr interessiert an beyerdynamic. Diese bietet eine gute Klangqualität ohne das traditionelle Schwanenhalsmikrofon. Außerdem erlaubt die Qualität der Anschlüsse die Sprechstellen auf- und abzubauen, ohne dass technische Probleme entstehen.“

Das beyerdynamic-System ist zwar das Herzstück für den Konferenz- und Dolmetschbetrieb im Zentrum, aber es gibt auch zahlreiche Räume für Beobachter, die nur zuhören, im Wesentlichen sind das Delegierte, die an der Konferenz nur durch Zuhören teilnehmen, aber nicht selber sprechen. Taibi sagte das Zentrum entschied, dass man mit diesen Teilnehmern am besten drahtlos über digitale Empfangssysteme kommunizieren kann. Diese Hörräume werden bei großen Veranstaltungen oft für die Presse benutzt oder wenn eine Konferenz klein gehalten werden soll, um das richtige Ambiente für Diskussionen zu bieten.

Projektoren und LCD-Bildschirme bieten Ansichten des gesamten Zentrums. „Wir haben 16 Projektoren F32 und 57“ LCD-Bildschirme von Samsung installiert, die ebenfalls zur Darstellung von PowerPoint-Präsentationen und Videos verwendet werden.“

„Wir haben in allen Räumen auch Dome-Kameras installiert. In jedem Raum wurden vier Kameras von Panasonic in das beyerdynamic-System integriert, die automatisch auf den Redner schwenken, sobald er die Taste seiner Revoluto-Sprechstelle drückt.“ sagt Taibi „Die Bilder werden im Konferenzraum und auch in den Hörräumen dargestellt.“

Zum Verwalten des Anschauungsmaterials wurde in jedem Raum ein Multi-Image-Prozessor, der auf Datapath-Technik basiert, installiert. Der Prozessor bietet PIP oder Multi-PIP-Möglichkeiten. „Wir verwenden den Prozessor auch für ein Gerät, das bei Konferenzen sehr wichtig ist,“ fährt Taibi fort. „Beyerdynamic bietet einen Timer, der die Minuten misst, die der Delegierte spricht. Wir stellen diese Information auf den Bildschirmen dar, gewissermaßen simulieren wir eine Uhr, die die Farbe wechselt, wenn die maximale Redezeit erreicht ist. Mit den Multi-Image-Prozessor kombinieren wir z.B. das Bild des Timers mit der PowerPoint-Präsentation und dem Bild des Redners.

„Die Entwicklung im Zentrum geht jetzt dahin, dass wir mehr und mehr große Veranstaltungen verwalten“, sagt Taibi, „Wir haben Foren, an denen 700 oder 800 Menschen teilnehmen.  Für Foren ist der Aufbau eines Amphitheaters typisch. Außerdem werden für solche Veranstaltungen hochwertige Kameras benötigt. Vor kurzem haben wir vier Panasonic HD Kameras gekauft und in ein TV One Multi-Media-System investiert, das auf Rundfunktechnik basiert.“

Taibi erklärt, dass in Bezug auf Video, das Zentrum großen Wert auf hochwertige Geräte legt. „Unsere Strategie ist, dass wir alle bestehenden Kameras austauschen werden, sobald der Preis für HD-Kameras runtergeht, was in den nächsten zwei Jahren der Fall sein wird.

„Wir hoffen, auch alle Datapath-Systeme durch TV One äquivalente Geräte zu ersetzen und so Rundfunkqualität zu erreichen. Je nach Veranstaltung lässt das Zentrum Videos der Beiträge im OECD Intranet laufen. Bestimmte Konferenzen laufen im Internet.“

Alle Räume sind mit Telekonferenzsystemen von Polycom ausgestattet. „Wir haben oft VIPs, die im Ausland sind und aus irgendwelchen Gründen nicht zur OECD kommen können, weil sie keine Zeit haben oder die Reisekosten zu hoch sind. Über das Telekonferenzsystem können sie an der Konferenz teilnehmen.“ Das Konferenz- und Bildverarbeitungssystem ist im Polycom-System integriert, so dass die auswärtigen Teilnehmer in der Konferenz gesehen werden, wenn sie sprechen. Diskussionsteilnehmer im Zentrum werden nicht nur von den Delegierten im Kongresszentrum gesehen, sondern auch von den auswärtigen Delegierten. Der Tonkanal des Telekonferenzsystems ist auch in den Konferenz- und Dolmetscheinrichtungen des Zentrums integriert. „Es scheint gewissermaßen so, als ob sie in der Konferenz wären“, fügt Taibi hinzu.

„Alle unsere Räume sind mit Verstärkern und Lautsprechern ausgestattet,“ erklärt Taibi. „Die Stimme des Redners wird immer über die Lautsprecher übertragen und Sie haben die Möglichkeit einem Dolmetschkanal über Kopfhörer zuzuhören, entweder mit einem drahtlosen Kopfhörer oder einem beyerdynamic-Hörer.“

„Die Klangqualität ist ausgezeichnet,“ bestätigt Taibi. „Egal ob über Lautsprecher oder Kopfhörer. Die Videoprojektion ist großartig, wir haben Videoprojektoren mit 6000 Lumen gekauft, so dass wir die Beleuchtung im Raum ziemlich hell halten können und trotzdem noch die PowerPoint-Präsentationen sehen.“

Und die Reaktion der Delegierten? „Die Leute sind von der Qualität beeindruckt,“ antwortet Taibi. „Sie haben sich sehr schnell an die Revoluto-Technologie gewöhnt. Zuerst neigten sie dazu ganz nah in das Mikrofon zu sprechen, aber nach einer Weile merkten sie, dass das nicht notwendig ist. Das einzige was wir noch verbessern müssen, ist die Qualität des Videos, das wir erstellen. Aber das liegt nur daran, weil die Technik so schnelllebig ist. Was wir in den vergangenen zwei Jahren investiert haben, ist eigentlich nicht akzeptabel. Jetzt werden wir wahrscheinlich alles durch HDTV-Geräte ersetzen.“

Die Technologie ist bei der OECD bei den wichtigen Diskussionen über Wirtschaft auf der sicheren Seite, alles was die Delegierten jetzt noch tun müssen, ist sich um die globalen Finanzen zu kümmern.

 

Verwendete beyerdynamic-Produkte:
MCS-Digital Konferenzsystem, Revoluto-Sprechstellen und Dolmetschsystem.

 

Reproduziert mit freundlicher Genehmigung von InAVate – http://www.inavateonthenet.net/
Fallstudie von Anna Mitchell

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