Alle Ergebnisse ansehen
Sie sind hier: Main-Navigation » Mikrofone » Testberichte 
TG D71c: Universell einsetzbar
Soundcheck 07/2016
Titel: Hier gibt's was auf die Lauscher
Autor: Michael Hennig

Soundcheck 07/2016
Titel: Hier gibt's was auf die Lauscher
Autor: Michael Hennig

[...]

"Fazit und Einsatzbereiche: Auch wenn der Hersteller Beyerdynamic vom TG D 71c nur als >Ergänzung der Drummikrofonserie< spricht, so haben unsere umfangreichen Tests gezeigt, dass es sich vielmehr um ein universell einsetzbares Grenzflächenmikrofon handelt, welches nicht nur durch seine technischen Daten überzeugt. Hervorragende Klangeigenschaften mit hoher Signaltreue erlauben neben dem professionellen Live-Einsatz auch eine Verwendung im Tonstudio. Dem in deutscher Handarbeit produzierten Mikrofon sieht man die Liebe zum Detail förmlich an. Edles Design, saubere Verarbeitung und robuste Materialien versprechen eine lang anhaltende Freude an diesem Mikrofon. Das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis macht das TG D71c zur Kaufempfehlung für alle Drummer, PA-Verleiher und Tonstudios."

TG D71c: Attraktive Alternative für dynamische Mikrofone
Sound & Recording 04/2016
Titel: Small Item, Big Beat
Autor: Thomas Adam

Sound & Recording 04/2016
Titel: Small Item, Big Beat
Autor: Thomas Adam

[...]

"Bei der Optimierung des Frequenzgangs hat Beyerdynamic offensichtlich Wert darauf gelegt, dass das D71c perfekt mit der Bassdrum harmoniert. Kurz gesagt: Das tut es auch. Die Bässe kommen angenehm wuchtig, aber trocken und nicht mulmig rüber, die Mitten sind dezent ausgedünnt und der Attack ist deutlich, aber nicht nervig ausgeprägt."

[...]

"Den Klangcharakter würde ich als >druckvoll mit holzigem Attack< beschreiben, also keineswegs künstlich aufgebohrt, aber durchsetzungsfähig. Trotzdem bleibt Freiraum für Kreativität, denn Beyerdynamic hat es in keiner Richtung übertrieben. Wer mag kann die Bässe genau in den Bereich schieben, der dem mitspielenden Bassisten nicht in die Quere kommt, und auch der Attack-Bereich ist noch so weit gefasst, dass auch hier gezielte Anhebungen oder Absenkungen möglich sind.
Verglichen mit einem dynamischen Mikrofon, das mit einer Superniere stärker gerichtet ist als das D71c  mit seiner Halbniere, lässt das beyerdynamic einen Hauch mehr Nebengeräusche durch - so ist das Mitschwingen der Toms auf der Spur des D71c leicht stärker zu hören als beim dynamischen Kollegen, der die Schallinformation überwiegend direkt vom Schlagfell bekommt. Aber das macht das D 71c auch ein wenig sympathischer, weil es bei Drums eben so ist, das hier alles Mögliche mitschwingt.

Fazit
Mit dem Grenzflächen-Kondensatormikrofon TG D 71c stellt Beyerdynamic eine attraktive Alternative für dynamische Mikrofone vor. Das Mikrofon tut genau das, was es soll, denn es formt einen modernen Bassdrum-Sound, der nicht übertrieben in eine bestimmte Richtung geht, sondern bei Bedarf Freiraum für eigenen Sound-Vorstellungen lässt.

Mit seinem (lt. Hersteller) maximalen Schalldruckpegel von 148 dB sollte ihm auch die lauteste Bassdrum keinerlei Probleme bereiten. das einzige, was hier knallt, ist der Preis, denn der ist für Handarbeit "Made in Germany" ausgesprochen günstig."

TG D71c: Grenzfläche mit naturgetreuem Klangbild
Professional Audio 06/2016
Titel: Gern etwas lauter
Autor: Igl Schönwitz

Professional Audio 06/2016
Titel: Gern etwas lauter
Autor: Igl Schönwitz

[...]

"Laut Hersteller kann ein Mikrofon entweder auf höchstmögliche Rauschfreiheit oder auf maximalen Schalldruck optimiert werden - beim TG D71c wurde letzteres in den Fokus gerückt, was dem angestrebten Einsatzzweck gerecht wird."

[...]

"Das Beyerdynamic-Mikrofon wird in einer gepolsterten Stofftasche geliefert, die es beim Transport sicher schützt. Allerdings macht die hervorragend verarbeitete Grenzfläche ohnehin einen praktisch unzerstörbaren Eindruck. Das schwarze Gehäuse wölbt sich zur Mitte hin in Form einer eleganten Sinuswelle nach oben und ist dadurch gerade hoch genug, um einer Standard XLR-Buchse Platz zu bieten."

[...]

"Mit einer Grundfläche von 90 x 86 mm ist das TG D71c etwas kleiner als seine direkten Konkurrenten (...), bringt dabei allerdings ein mit 413 g vergleichsweise stattliches Gewicht mit. beides kommt einer flexiblen und dennoch stabilen Platzierung im Instrument entgegen, daher können wir hier bereits einen ersten Pluspunkt vergeben."

Messwerte
Die Empfindlichkeit des TG D71c liegt mit 1,2 mV/PA vergleichsweise niedrig - das kann sich allerdings auch als Vorteil erweisen, denn schließlich sollen hier laute Schallquellen abgenommen werden, die so weniger dazu neigen, den Vorverstärker zu übersteuern."

[...]

"Für den Einsatz am Schlagzeug konnten wir das Mikrofon im Rahmen einer Pop-Produktion im Studio testen. "

[...]

"Zusätzlich zu diesem Setup legten wir das TG D71c und eine (...) e901 Grenzfläche zum direkten Vergleich in die Basstrommel."

[...]

"Das TG D71c verhält sich hier interessanterweise etwas anders - meinem Eindruck nach hat es zwar durchaus Grenzflächen-Charakter, erhält aber dennoch mehr vom natürlichen Klang der Basstrommel als seine Konkurrenten. Gerade im Vergleich mit unserer auf natürlichen Klang ausgerichteten Studiomikrofonierung fiel das auf. Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, mit dem TG D71c live auch als einzigem Bassdrummikrofon glücklich zu werden - und zwar nicht nur bei einer Heavy-Metal-Produktion."

[...]

"Fazit
Beyerdynamics Beitrag zum Thema "Grenzfläche für laute Instrumente" ist ein hervorragend verarbeitetes Mikrofon, das sich technisch keine Schwächen leistet. Klanglich hat es durchaus eine eigene Koloratur, die sich durch ein vergleichsweise naturgetreues Klangbild wohltuend von der Konkurrenz abhebt, ohne seine Grenzflächen-Gene zu verleugnen."

TG D71c: Grenzfläche mit Kick
Event Rookie 05/2016
Titel: Grenzfläche mit Kick
Autor: unbekannt

Event Rookie 05/2016
Titel: Grenzfläche mit Kick
Autor: unbekannt

[...]

"Das Beyerdynamic TG D71c ist ein sehr gut verarbeitetes Grenzflächen-Mikrofon mit transparentem Kondensator-Sound und stimmigem Preis/Leistungsverhältnis. Aufgrund seiner hohen Übersteuerungsfestigkeit eignet es sich hervorragend für den Einsatz in Schlag-Instrumenten mit hohem Schalldruckpegel."

[...]

MCE 85 BA: Vorteilhaft für Atmoaufnahmen
www.valuetech.de 04/2016
Titel: Fünf Richtmikrofone für Filmer von 60 bis 380 Euro im Vergleich
Autor: Matthias Proske

www.valuetech.de 04/2016
Titel: Fünf Richtmikrofone für Filmer von 60 bis 380 Euro im Vergleich
Autor: Matthias Proske

[...]

"Der Verfolger: beyerdynamic MCE 85 BA: Preislich auf einem Niveau und auch klanglich dicht folgt das beyerdynamic MCE 85 BA. Einzig und allein der Tieftonbereich wirkt in den Testaufnahmen (siehe Video) sehr wuchtig, dies aber ohne dumpf zu wirken. Für möglichst neutrale Sprachaufnahmen eignet sich das Mikrofon so nicht uneigeschränkt – in besonderen Situationen, z.B. beim Einsprechen von Film-Trailern, kann der Effekt jedoch durchaus positiv wirken. Auch für Atmo-Aufnahmen kann die satte Basspräsenz von Vorteil sein, beispielsweise für Feuerwerke und Rennsport-Events."

MCE 85 BA: Flexibel nutzbar
videoaktiv 04/2016
Titel: Mikro-Kosmos
Autor: Hans Ernst

videoaktiv 04/2016
Titel: Mikro-Kosmos
Autor: Hans Ernst

[...]

"(...) trotz des günstigen Preises "Made in Germany".

+ guter Klang
+ hohe Richtwirkung
+ für Phantomspeisung und Batterie
- ohne Kabel und Kamerahalterung

M 160: Robuste Bauweise und luftiger Klang
www.bonedo.de 05/2016
Titel: Beyerdynamic M 160 Test
Autor: Nick Mavridis

www.bonedo.de 05/2016
Titel: Beyerdynamic M 160 Test
Autor: Nick Mavridis

[...]

"Bedenkt man (...), dass es sich bei diesem Klassiker um das Produkt eines weltbekannten Traditionsunternehmens handelt, macht eine Angabe zu dem Mikrofon besonders hellhörig: Für 500 Euro Straßenpreis ist der Schallwandler als sehr günstig zu bezeichnen, denn für diesen Betrag sind üblicherweise nur Bändchenmikrofone aus fernöstlicher oder russischer Produktion erhältlich – englische oder amerikanische Ribbons mit derartigen Qualitätsmerkmalen sind teurer."

[...]

"Zunächst einmal: Alternativen zum Beyerdynamic M 160 sind rar gesät bis „nicht vorhanden“: Eine andere Richtcharakteristik als eine Acht liefern nur ganz wenige Bändchen, in Kombination mit sehr geringer Baugröße und gutem Preis gibt es schlichtweg keine. Und damit sind wir schon bei den Vorteilen. Nicht immer will oder kann man einen riesengroßen „Mikrofon-Trümmer“ (...) platzieren. Das M 160 verrichtet seinen Job ganz unprätentiös und sieht eben ganz banal – ja fast schon naiv – nach Mikrofon aus. Unter der Snare findet es immer seinen Platz, aufgrund des geringen Gewichts sind auch lange Armausleger nie problematisch. Seine Richtcharakteristik ist bekanntlich hilfreich, um Schallquellen isolierter darzustellen, rückwärtige Einflüsse sind zwar vorhanden, aber gering genug, um bei einiger Entfernung keine Rolle mehr zu spielen. So gleichförmig wie bei einer Acht ist der Klangcharakter des M 160 über die verschiedenen Schalleinfallsrichtungen nicht, aber selbst bei bewegtem Signal  fällt das nicht übertrieben auf."

[...]

"Beyerdynamics Bändchen zählen zu den robustesten Mikrofonen dieser Bauart. Das Aluminium des M 160 Ribbons wird gewalzt und ist dadurch reißfest, der Magnet besteht aus einem Guss, was ebenfalls der Durabilität der Kapsel zuträglich sein soll."

[...]

"Charakterlich präsentiert sich das Mikrofon in starker Ähnlichkeit zu seinem Geschwisterchen mit der Achtercharakteristik. Wie das M 130 klingt es luftig, belegt Signale mit einem sehr, sehr verhaltenen Staubschleier, zähmt Spitzen und Ecken im Signal. In seiner Gutmütigkeit und seinem Klangcharakter zählt es unter den Bändchen zu den eher verhaltenen Mikrofonen (...) besonders, wenn Schlagzeug aufgenommen wird. Mit menschlicher Stimme besprochen, wird der Höhenabfall bemerkbar, und selbstverständlich eignet sich das Mikrofon auch für die Aufzeichnung eines Gitarrenverstärkers."

[...]

Das Beyerdynamic M 160 ist ein Bändchenmikrofon, welches für diesen Wandler-/Empfängertyp sehr klein und robust ist und einen verhaltenen Ribbon-Charakter zeigt – und gleichzeitig nicht zu teuer ist. Die Besonderheit liegt in der für ein Bändchen ungewöhnlichen Richtcharakteristik Hyperniere. Diese kann auf der einen Seite sehr praktisch sein, wenn etwa eine hohe Kanaltrennung vonnöten ist, doch muss man einen gewissen klanglichen Kompromiss eingehen. Dieser wurde von Beyerdynamic wirklich hervorragend gelöst, es ist mit dem M 160 ein Mikrofon entstanden, welches es in dieser Form wirklich nur ein einziges Mal gibt."

M 130: Unterschätzer Klassiker
www.bonedo.de 05/2016
Titel: Beyerdynamic M 130 Test
Autor: Nick Mavridis

www.bonedo.de 05/2016
Titel: Beyerdynamic M 130 Test
Autor: Nick Mavridis

[...]

"Es gibt unter euch Lesern jetzt sicher einige, die in sich hineingrinsen und denken: „Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit diesem Mikrofon. Und ich weiß auch warum.“ Diese Aussage kann ich verstehen: Generell eignen sich Achtermikrofone gut für MS- und andere Stereotechniken, sind frequenzstabil und haben eine hervorragende Off-Axis-Dämpfung, Bändchenmikrofone zählen zu gutmütigen Wohlklang-Geräten, die zwar ein wenig höhenarm sind, aber dennoch flott genug, um auch klangliche Details der Schallquellen einzusammeln. Das Beyerdynamic M 130 im Speziellen bringt weitere Eigenschaften mit, die viele andere Ribbons nicht liefern können, maßgeblich Robustheit und Kompaktheit. Beides ist nicht unerheblich, wenn ich daran denke, mit welcher Behutsamkeit ich mit meinen riesigen, empfindlichen und sehr schweren Coles herumoperieren muss. Und noch etwas ist es, was für viele hochwertige Bändchen nicht oder nur eingeschränkt gilt: Mit 500 Euro Ladenpreis ist es erstaunlich preiswert! Denn Begriffe wie „Präzisionswerkzeug Made In Germany“ und „Klassiker“ verheißen üblicherweise exorbitante Preise."

[...]

"Fazit: Nun, es ist bei dem Beyerdynamic M 130 wie bei den meisten Klassikern: Man könnte höchstens Kleinkram bemängeln oder Prinzipbedingtes. Zum Mosern bietet das kleine Bändchenmikrofon kaum Angriffsfläche, denn stark überholte Details wie die „diskussionswürdigen“ Halterungen einiger Sennheiser-Klassiker hat das M 130 nicht. Und dafür, dass es ein Bändchen ist, ist es sogar noch recht unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Was also bleibt, ist ein Schallwandler, der die Vorteile des Prinzips ausschöpft und die Nachteile wahrscheinlich besser minimiert hat als jedes andere Exemplar dieser Gattung. Klanglich wird von manchen Usern ein noch stärkerer Charakter gewünscht, wie ihn etwa Coles oder AEA bieten können. Mit dem Beyerdynamic M 130 erhält man aber in jedem Fall ein Mikrofon, welches sich an sehr vielen Instrumenten behaupten kann - zwar koloriert es leicht und schön, liefert aber ein Signal, das sich bei Bedarf noch stark bearbeiten lässt, ohne zu „zerfallen“. Die lange Geschichte des M 130 ist voll und ganz nachvollziehbar – und ich wäre nicht verwundert, wenn wir es noch viele Jahrzehnte auf dem Markt sehen würden.

MCE 85 BA: Zuverlässig glasklarer Ton
FotoHits 03/2016
Titel: Ohrverlängerung
Autor: unbekannt

FotoHits 03/2016
Titel: Ohrverlängerung
Autor: unbekannt

[...]

"Der größte Vorteil des beyerdynamic-Mikros ist seine sofort spürbar Klangqualität. Statt rauschendem Ton erhält man saubere klare Töne."
 
"Zur weiteren Verbesserung der Aufnahmequalität besitzt das MCE 85 BA einige Extras. Dazu gehört etwa der im Lieferumfang enthaltene Popschutz (...). Aber auch die Aufhängung des Mikrofons trägt ihren Teil zum besseren Ton bei. "

[...]

"Außerdem ist im Gerät ein Hochpassfilter integriert, der manuell aktiviert werden kann. Er sorgt dafür, dass die Stimme etwas eines Interviewpartners, der sich sehr nah vor dem Mikrofon befindet, nicht zu dumpf klingt. Permanent aktiv ist eine Trittschalldämmung, die eine Übertragung von Störgeräuschen unterhalb von 40 Hertz verhindert."

"Die tadellose Tonqualität ist nur ein Aspekt, über den sich beyerdynamic Gedanken gemacht hat. Die einfache und zuverlässige Nutzubarkeit ist ein weiterer."

[...]

"Fazit: Mit einem Preis von rund 200 Euro (...) ist das beyerdynamic MCE 85 BA nicht ganz günstig. Allerdings kaufen es sich Fotografen und Filmer nur einmal und stellen damit sicher, zuverlässig glasklaren Ton aufzeichnen zu können."

MC 840: Ein hervorragender Alleskönner
www.bonedo.de 02/2016
Titel: Beyerdynamic MC 840 N Test / Großmembran-Kondensatormikrofon
Autor: Nick Mavridis

www.bonedo.de 02/2016
Titel: Beyerdynamic MC 840 N Test / Großmembran-Kondensatormikrofon
Autor: Nick Mavridis

[...]

"(...) heute das Doppelmembran-Kondensatormikrofon MC 840 unser Testobjekt (...). Dessen beide goldbedampften Großmembrankapseln lassen sich zu Kugel, Acht, Breiter Niere und Hyperniere schalten. Häufig wird sicher nur die vordere Kapsel verwendet werden, was bei diesem Konstruktionsprinzip bekanntermaßen die “normale” Niere als Richtcharakteristik zur Folge hat."

[...]

"Das Beyerdynamic wird mit Phantomspeisung in Betriebsbereitschaft versetzt. Angenehm: Auch 12 Volt reichen dem Gerät völlig aus, maximal sind 52 zulässig.2

[...]

"Mit einem bunten Soundfeuerwerk oder wie auch immer geartetem Versprühen von Individualität habe ich beim Test sowieso nicht gerechnet. So habe ich mich im Rahmen unserer Testreihe dem MC recht neutral genähert, das Beyerdynamic führte seine Aufgabe erwartungsgemäß emotionslos aus. “Dem ist alles egal” kommentierte ich das Mikro durch die Regieraumscheibe. Mein Kollege nannte das Mikro sogar den “Sozialpädagogen unter den Großmembranen”. Allerdings tut man dem 840 unrecht, wenn man sich über es lustig macht: Der Proband arbeitet pflichtbewusst und ausnehmend gewissenhaft."

"Er macht seinen Job in zuverlässig hoher Qualität, bleibt dabei unaufdringlich und stellt sich nie in den Vordergrund. Was hier vielleicht im Ansatz immer noch etwas negativ klingen mag, ist anders gemeint: Störende Nebengeräusche oder gar Fehler im Signal sucht man vergeblich, die Höhen werden fein aufgelöst, sind aber nie harsch. Im Bassbereich ist das Mikrofon eher “kühl” und trocken, das Gerät arbeitet nie unsauber, schwammig oder “wummerig”. Hervorragend! Die verschiedenen Richtcharakteristiken arbeiten bezüglich ihres Frequenzgangs (und natürlich ihrer Richtwirkung) so, wie man es erwartet – das “Lehrbuch” lässt grüßen."

[...]

"Fazit: Das Beyerdynamic MC 840 N ist ein multifunktionelles, gutmütiges, aber sicher etwas charakterloses Werkzeug. Als “Mädchen für alles” bildet es meiner Meinung nach einen hervorragenden Grundstock in Studios, in denen mehr als nur Stimmen aufgezeichnet werden oder in denen “Färber”-Mikros nicht benötigt oder zusätzlich vorhanden sind. Einem Einsteiger würde ich das Mikrofon nur bedingt empfehlen, denn es bedarf der Fähigkeiten des Engineers und weiterer Ausstattung, aus dem Signal das zu formen, was man letztendlich benötigt. Der deutsche Hersteller hat mit seinem 840 ein typisch deutsches Stück Ingenieursleistung auf dem Markt: Technisch exzellent, gleichzeitig aber bescheiden und zweckdienlich. Dieses Mikrofon wird man sich auch in 40 Jahren nicht “satthören” können. Und die Chancen stehen sehr gut, dass es dann auch noch funktioniert wie am ersten Tag!"

Pro
klanglich sehr neutrales und unauffälliges Mikrofon
für eine Vielzahl an Anwendungsfeldern geeignet
sehr gute Verarbeitung

Contra
für Einsteiger eher ungeeignet

MCE 85: Glänzend im internationalen Vergleich
Videofilmen 04/2015
Titel: Lange Dinger
Autor: Felix Buckstegge

Videofilmen 04/2015
Titel: Lange Dinger
Autor: Felix Buckstegge

[...]

"Die deutschen Videomikrofone stehen im internationalen Vergleich glänzend da. Vom Preis-Leistungsverhältnis her sticht das MCE 85 BA derzeit alle Offerten aus Fernost aus."

MCE 85: Äußerst vielfältig
www.delamar.de 11/2014
Titel: beyerdynamic MCE 85: Richtrohrmikrofone
Autor: Felix Baarß

www.delamar.de 11/2014
Titel: beyerdynamic MCE 85: Richtrohrmikrofone
Autor: Felix Baarß

[...]

"Die Einsatzgebiete sind äußerst vielfältig: Das MCE 85 macht eine gute Figur an ausgewachsenen Filmkameras sowie an DSLR-Kameras und Camcordern. Es kann an einer Mikrofonangel geführt werden. Auch eine Nutzung als Handmikrofon, an Rednerpulten und als Schlagzeug-Overhead ist möglich."

[...]

MC 840: Neutral und ehrlich
www.amazona.de 11/2014
Titel: Special: Studio-Gesangsmikrofone
Autor: Armin Bauer

www.amazona.de 11/2014
Titel: Special: Studio-Gesangsmikrofone
Autor: Armin Bauer

[...]

"Beyerdynamic sieht das MC 840 als Allrounder, so wurde der Frequenzgang auf Neutralität und Luftigkeit ausgelegt. Das Diagramm zeigt dann auch eine lineare Frequenzkurve bis 4 kHz, ab da ist eine leichte Höhenanhebung zu verzeichnen, die bei ca. 10 kHz ihren Scheitelpunkt findet."

[...]

"Wie von den Konstrukteuren gewünscht, klingt das MC 840 sehr neutral und ehrlich. Die Ansprache ist schön direkt mit guter Impulstreue."

[...]

"Der Grundklang ist schlank, das Beyerdynamic-Mikro ist definitiv kein Klangfärber und will es auch nicht sein."

[...]

"So sehe ich das MC 840 eher in einem klassischen Kontext angesiedelt, wo es auf absolute Klangtreue ankommt."


MCE 85: Klanglich ausbalanciert
Digital Photo 10/2014
Titel: Tonfänger für die DSLR
Autor: Alexander Bota-Weber

Digital Photo 10/2014
Titel: Tonfänger für die DSLR
Autor: Alexander Bota-Weber

[...]

"Klanglich präsentieren sich die Mikros gut ausbalanciert: Bei fast linearem Frequenzgang bieten sie eine angenehme Präsenzanhebung um 4 kHz, die insbesondere Sprache unaufdringlich in den Vordergrund rückt. Für mehr Klarheit und Luft in den Höhen sorgt ein dezentes Plus oberhalb von 10 kHz. Im Test entpuppte sich gerade das MCE 85 BA als tolle Kombination mit gängigen DSLRs, denn klanglich ist das Mic nicht nur neutral abgestimmt, sondern dank Batteriespeisung auch flexibel einsetzbar. Ob an Kamera oder Camcorder montiert, oder an der Mikrofonanangel, oder als Handmikro geführt - wer wert auf rauscharmen O-Ton legt, zieht die beiden 85er in die engere Wahl."

Digital Photo Testnote: Sehr gut

MCE 85: Schlank und stabil
Film- und TV-Kameramann 12/2014
Titel: Audio
Autor: unbekannt

Film- und TV-Kameramann 12/2014
Titel: Audio
Autor: unbekannt

[...]

"Beyerdynamic hat mit dem MCE 85 ein neues Kondesator-Richtrohrmikrofon im Portfolio, das vor allem für DSLR- und Videofilmer interessant ist. Es wird komplett in Deutschland handgefertigt und dank schlankem Design, und stabilem Aluminiumgehäuse ist das MCE 85 leicht (...) und robust zugleich."

[...]

MCE 85: Fängt den Ton wie ein Teleobjektiv
Frankfurter Allgemeine Zeitung 10/2014
Titel: In die Ferne gelauscht
Autor: Wolfgang Tunze

Frankfurter Allgemeine Zeitung 10/2014
Titel: In die Ferne gelauscht
Autor: Wolfgang Tunze

[...]

"Im praktischen Betrieb hat uns das Mikrofon überzeugt. Ob entfernte Naturgeräusche oder menschliche Dialoge - Das MCE 85 fängt den Ton, auf den es ankommt, wie ein Teleobjektiv ein und blendet störende Umgebungsgeräusche wirkungsvoll aus. Dass es ohne Klangverfärbungen arbeitet und mit seinem weiten Frequenzgang auch zarte Details angemessen berücksichtigt, ist natürlich Ehrensache. Das gilt auch für seine Fähigkeit, tieffrequente Störgeräusche mit einem abschaltbaren elektrischen Filter zu dämpfen."

MCE 85 BA: Günstig und "Made in Germany"
videoaktiv Ausgabe 06/2014
Titel: Klangfarben
Autor: Hans Ernst

videoaktiv Ausgabe 06/2014
Titel: Klangfarben
Autor: Hans Ernst

www.videoaktiv.de

[...]

"Hier kommt Konkurrenz für Rodes Dauerbrenner NTG-2 - und zwar trotz des günstigen Preises "Made in Germany".

[...]

+ guter Klang, wenig Rauschen
+ hohe Richtwirkung
+ deutsche Bedienungsanleitung
- ohne Kabel und Kamerahalterung

Testurteil: sehr gut
Preis/Leistung: sehr gut

beyerdynamic M160 Testbericht: Bändchenmikrofon mit Geschichte
beyerdynamic M160 Testbericht: Bändchenmikrofon mit Geschichte
Delamar.de, 22. Oktober, 2012, Autor: Carlos San Segundo

Fazit zum beyerdynamic M160 Testbericht

Bei diesem Mikrofon handelt es sich um einen echten Klassiker, der einfach nicht alt werden möchte. Das beyerdynamic M160 kann in praktisch jedem Tonstudio seinen Platz finden und besticht nach all den Jahrzehnten noch immer durch seinen natürlichen und warmen Klang. Durch die Richtcharakteristik Hyperniere, unüblich für ein Bändchenmikrofon, erschließen sich noch weitere Einsatzgebiete – dort, wo wenig Übersprechungen anderer Instrumente gewünscht werden. Auch für einen Live-Einsatz im TV-Studio kann dieses Modell bestens genutzt werden, immerhin sind die Abmessungen so klein, dass es kaum auffällt.

Einen eher modernen Einsatz findet das beyerdynamic M160 vor Gitarrenverstärkern, wo es durch seinen mittigen Klang bestens alleine bestehen oder zum Stützen der üblichen Verdächtigen genutzt werden kann.

Mit seinem aktuellen Straßenpreis von 429,- Euro gehört es zudem zu den bezahlbaren Modellen seiner Gattung. Alles in allem vergebe ich gerne volle fünf von fünf möglichen Punkten im beyerdynamic M160 Testbericht. Feines Mikro.

 

 

Delamar.de Test: Beyerdynamic M 160

 

Beyerdynamic M und MC Serie
Beyerdynamic M und MC Serie
Drumxound, 29. September, 2012, Autor: Harald Gräff

Fazit

Dieses Mikrofonset von Beyerdynamic hat es in sich. Auch die günstigeren Kandidaten überzeugen mit makelloser Verarbeitung und gekonnter Abstimmung. Begeisterung kam bei unseren Highlights auf: Das Doppelbändchen M160 liefert Charakter und Klasse an praktisch jeder Quelle. Wer sich hier Zeit mit der Mikrofonierung nimmt, bekommt dafür erstklassige Resultate. Über jeden Zweifel erhaben spielt auch das MC840 seine Trümpfe am Drumkit aus. Dessen Klangkultur spielt in der aller obersten Liga der Studiogroßmembraner mit und überzeugt uns mit einem fantastischen Overhead-Abbild des Test-Drumkits.

Drumxound Test: Beyerdynamic M und MC Serie

 

TG V71d: Volle Mitten und klarer Klang
www.delamar.de 02/2012
Titel: beyerdynamic TG V71d Testbericht
Autor: Lennart Scheuren

www.delamar.de 02/2012
Titel: beyerdynamic TG V71d Testbericht
Autor: Lennart Scheuren

[...]

"In Sachen Verarbeitung bist Du bei Produkten aus dem Haus beyerdynamic immer gut aufgehoben, so auch hier. Die konische Form des Schaftes ist dem neuen Design geschuldet und sorgt auch bei unerfahrenen Sängern dafür, dass diese den Mikrofonkorb nicht mit der Hand zudecken und für ungewolltes Feedback (neben dem schlechteren Klang durch die Reflexionen) sorgen.

Das Handling ist insgesamt als gut zu bewerten und in Sachen Griffgeräuschen kann das beyerdynamic TG V71d überzeugen – die fallen in unseren Tests nämlich erst gar nicht auf. Mit einem Gewicht von 345 Gramm gehört dieses dynamische Mikrofon nicht unbedingt zu den Leichtgewichten, dafür wird einem ein sehr wertiges Gefühl in Sachen Haptik vermittelt.

Ebenfalls zu bemerken ist, dass der Klang gefühlt eine Klasse besser als beim kleineren Modell TG V50d ist. Es sind mehr Mitten zu hören und auch die seitliche Färbung ist nicht ganz so ausgeprägt. Der fehlende Nahbesprechungseffekt macht dieses Mikrofon nicht ganz so sensibel für Änderungen in der Entfernung zum Mund."

[...]

"Fazit: Mit dem beyerdynamic TG V71d hat der Heilbronner Hersteller ein Vocal-Mikrofon an den Start gebracht, das professionellen Ansprüchen zu genügen weiß. Aktuell ist dieses Modell für 179,00 Euro am Markt verfügbar und bietet neben einem Top-Klang auch noch ein schönes Aussehen – eine gelungene Kombination, um sich auf einer Bühne zu präsentieren. Gerade der fehlende Nahbesprechungseffekt dürfte dieses Modell sehr interessant für alle Sängerinnen und Sänger machen, die auf der Bühne das Mikrofon sehr nahe an den Mund bringen müssen, um sich im Gesamtmix gegen die lauten Instrumente durchsetzen zu können."

[...]

"Klanglich halte ich das Mikrofon für gelungen (...). Für den Bandproberaum ist das dynamische Mikrofon fast schon zu schade, aber den Strapazen und einer harten Umgangsart in Proberaum oder auf der Bühne beim Live-Gig widersteht es mit Sicherheit mühelos. Von mir gibt es viereinhalb von fünf möglichen Punkten im beyerdynamic TG V71d."

TG V70d: Gelungenes Modell / Hält, was es verspricht
www.delamar.de 01/2012
Titel: beyerdynamic TG V70d Testbericht
Autor: Carlos San Segundo

www.delamar.de 01/2012
Titel: beyerdynamic TG V70d Testbericht
Autor:  Carlos San Segundo

[...]

"Wie ich schon oben erwähnte, macht die Verarbeitung des V70d einen hochwertigen Eindruck. Der neue Schaft ist konisch geformt, was natürlich sehr gut aussieht und die Optik modern wirken lässt. Bereits beim Test des V50d hatte ich angemerkt, dass sich durch die konische Form die Position der Hand beim Singen verändert. Sie sitzt nämlich etwas weiter entfernt vom Mikrofonkorb."

[...]

"Die mitgelieferte Mikrofonklemme funktioniert im Übrigen tadellos und bietet einen wirklich gut abgestimmten Widerstand und festen Sitz. Ich erwähne das, weil das nicht bei allen Mikrofonen dieser Welt selbstverständlich ist."

[...]

"Klanglich ist der ausgeprägte Nahbesprechungseffekt nicht zu überhören, besonders gut dürfte dieser bei relativ hohen Stimmen funktionieren. Wer den Effekt nicht möchte, vielleicht weil die Stimme schon mehr Bass als für die Bühne und den vollen Mix notwendig mitbringt, sollte einen Blick auf die Variante TG V71d werfen, die ähnliche Features und den Klang mitbringt, allerdings ohne den Nahbesprechungseffekt auskommt."

[...]

"Fazit: Das beyerdynamic TG V70d hält, was es verspricht. Für knapp 170,- Euro erhältst Du nicht nur ein dynamisches Mikrofon, das für sein Preissegment gut klingt – es sieht auch noch richtig gut aus und macht auf der Bühne etwas her."

[...]

"Insbesondere Sängerinnen oder Sänger, die unten herum etwas mehr Fülle brauchen können, sollten dieses Modell mal im Laden und mit der eigenen Stimme testen – der ausgeprägte Nahbesprechungseffekt ist nämlich nicht allen Sängern dienlich. Für die Vokalisten, die eine tiefe Stimme haben, sei auf das V71d ohne den ausgeprägten Nahbesprechungseffekt hingewiesen."

[...]

"Alles in allem handelt es sich bei diesem dynamischen Mikrofon um ein gelungenes Modell des Herstellers. Wer ein robustes Teil für den Bandproberaum oder die Bühne sucht ist hier bestens aufgehoben und bekommt einen ausgewogenen Klang. Von meiner Seite aus gibt es viereinhalb von fünf möglichen Punkten im beyerdynamic TG V70d Testbericht."

Beyerdynamic Touring Gear
Beyerdynamic Touring Gear
Production Partner, Ausgabe: 12/2011, Autor: Thomas Zahn

Auszugsweise:

 

[...] Alle vorliegenden Testkandidaten sind durchweg ausgezeichnet und robust verarbeitet, sodass sie auch den harten Bühnenalltag problemlos lange Zeit überleben können. Der Klang der Testkandidaten war ebenfalls durch die Bank sehr hochwertig, lebendig und liefert dem Sound Operator am Mischpult stets ein sehr gutes Signal. Insgesamt scheint Beyerdynamic mit der Touring Gear Serie eine Produktreihe am Start zu haben, die eine sehr ernsthafte Konkurrenz für die angestammten Platzhirsche und vermeintlichen Standards darstellen kann.

 

beyerdynamic TG V50d Testbericht: Dynamisches Gesangsmikrofon
TG V50d
www.delamar.de, 10.11.2011, Autor: Lennart Scheuren

Auszugsweise:

[…] Allem in allem muss ich sagen, dass der Hersteller mit dem beyerdynamic TG V50d ein sehr schönes Gesangsmikrofon für die Bühne und den Proberaum entwickelt hat, keine Frage. Dieses Modell hat meiner Ansicht nach das Potenzial, zum angepriesenen "neuen Bühnenstandard" zu werden. […]

[…] Die 109,- Euro, die aktuell als Straßenpreis für das Gesangsmikrofon aus Heilbronn aufgerufen werden, kannst Du reinen Gewissens investieren. Zum Dank erhältst Du dafür von beyerdynamic ein wirklich gutes Mittelklassemikrofon "Made in Germany".

 

Pro:

  • Robuste Schutzhülle
  • Stabile Mikroklemme mit Doppelgewinde
  • Gute, solide Verarbeitung des Mikrofons
  • Angenehmer, ausgereifter Klang

 

Contra:

  • Griffgefühl bei großen Händen
Runderneuert
Touring Gear Mikrofonserie
DrumHeads!!, Ausgabe 05/11, Autor Wolfgang Rösch

Auszugsweise:

 

[...] Als Team funktionieren die neuen TG-Mikrofone von Beyerdynamic ausgesprochen gut. Das Ergebnis ist ein moderner, druckvoller und klarer Drumsound, der ohne große Eingriffe sofort verfügbar ist. Im Vergleich mit den bewährten Vorgängern und dem M201 an der Snare erklimmen die Nachfolger noch eine Stufe mehr auf der Klang-Skala, was vor allem der Verdienst der I53c ist, die in dieser Preisklasse eine erstklassige Wahl sind. Auch die Clip-Mikros D57c und D58c haben im Klang zugelegt und können die Erfolgsgeschichte ihrer Vorgänger fortsetzen - und das alles zum moderaten Preis. Ein echter Fortschritt!

 

Mission Accomplished
Touring Gear Mikrofonserie
Sticks, Ausgabe 08/11, Autor Thomas Adam

Auszugsweise:

 

Mit den neuen Mikrofonen der Touring-Gear-Serie ist Beyerdynamic ein fantastischer Wurf gelungen. Die jahrelange Feinarbeit im Bereich der Sound Channeling Technology scheint also nicht nur bloßes Marketing zu sein, sondern hat sich hier tatsächlich bezahlt gemacht. Alle getesteten Mikrofone machen in dem  Einsatzbereich, für den sie entworfen wurden, nicht nur genau das, was man von ihnen erwartet, sondern sie bilden das gesamte Drum-Set überdurchschnittlich gut und mit modernem Sound ab und sind auch noch praxisgerecht dimensioniert und mit praktischen Details ausgestattet [...]

 

 

Die Vocal-Fraktion
Touring Gear Mikrofonserie
Xound, Ausgabe 04/11, Autor Hagü Schmitz

Auszugsweise:

Mit der neuen Touring Gear-Serie geht der Heilbronner Hersteller einen sehr konsequenten Weg. Mit diesem Rundumschlag liefert beyerdynamic eine vielfältige Produktreihe, die für jeden Anwender und für jedes Budget etwas zu bieten hat.

Wichtig ist jedoch, dass ein Mikrofon zur Stimme passt, dass es gut in der Hand liegt, und diesen ganz persönlichen Draht zum Mikrofon findet man letztlich nur durch Ausprobieren heraus - doch es lohnt sich definitiv!


Kompletter Testbericht zum Download

Auf Tour
Touring Gear Mikrofonserie
tools4music, Ausgabe 04/11, Autor Peter Ludl

Auszugsweise:

 

Mikrofonmanufaktur - das klingt nicht nur nach Handfertigung, sondern auch nach Qualität, nach Liebe zum Detail, nach Leidenschaft, aber auch nach Exklusivität und sogar ein wenig nach Luxus. Seit über 80 Jahren werden bei beyerdynamic Mikrofone hergestellt. [...] 

 

beyerdynamic stellt mit der "Touring Gear" Mikrofonserie eine komplette Baureihe mit einzelnen Spezialisten vor, in der sich für jeden Einsatzbereich und für jeden Geldbeutel ein passendes Exemplar finden lässt. Speziell die Modelle der 70er Reihe, dabei besonders das V70d und V71d könnten für Sänger/innen eine interessante Alternative darstellen [...] Mit dem V90r steht sogar ein Bändchenmikrofon zur Auswahl [...]

 

 

 

 

Großer Klang zum kleinen Preis
Touring Gear Mikrofonserie
EventRookie, Ausgabe 02/11

Auszugsweise:


"(...) machen das TG V50d zu einem hervorragend abgestimmten Live-Gesangsmikrofon mit einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis - sowohl für den Einsatz im Proberaum als auch auf der Bühne. Der ausgewogene, präsente und trotzdem nie aufdringliche Klang, das hohe Maß an Rückkopplungssicherheit und seine robuste Verarbeitung, formschöne Optik und angenehme Haptik machen das TG V50d somit zu einer wahren Bereicherung in diesem Marktsegment. (...) Das TG I50d weiß ebenfalls gut zu gefallen und das nicht nur seiner individuellen Optik wegen: Ganz gleich, ob vor E-Gitarren- oder Bassverstärkern, Blechblasinstrumenten oder am Schlagzeug - bei der Abnahme von gut klingenden Instrumenten sind extreme EQ-Einstellungen am Mischpult überflüssig und somit der Sound clean und unverfälscht."

Technische Rezension: Beyerdynamic TG V71d dynamisches Live-Gesang-Mikrofon
Muse Magazine (http://museonline.co.za),
06. Juni 2011, Autor: Nick Roos

(In Auszügen. Übersetzt aus dem Englischen. Sie finden den Original Text in voller Länge unter http://museonline.co.za/tech-reviews/tech-review-beyerdynamic-tg-v71d-live-dynamic-vocal-microphone/)

[...]

Auch wenn es sicher nicht das günstigste Mikrofon seiner Anwenderklasse ist, so ist aber unglaublich robust und wird eine lange Zeit überleben. Ob es eine so lange Zeit wie beim nahezu unzerstörbaren Shure SM 58 ist, ist zwar unklar, aber es ist diesem meiner Meinung nach klanglich überlegen.

Aus Anwendersicht ermöglicht es durch seine Tonneutralität, seiner bemerkenswerten Rückwärtdämpfung und dem reduzierten Nachbesprechungseffekt und seinem großen Dynamikbereich mehr Freiheit im Ausdruck.

Das TG V71d ist ein Anwender- und Live-Tochtechniker-Traum. Es ist von großem Nutzwert auf Tour und eine wertvolle Ergänzung im Arsenal des Soundequipments.

Schweizer Offiziersmesser
MC 840 Großmembran-Kondensatormikrofon
Amazona.de Oktober 2009

Von: Willi Dammeier


Auszug: Den vollständigen Testbericht (mit Klangbeispielen) können Sie unter www.amazona.de nachlesen.


Wenn man die fast hundertjährige Geschichte der Heilbronner Firma beyerdynamic betrachtet, staunt man nicht schlecht, wie viele Meilensteine der professionellen Audiotechnik aus diesem Haus kommen … Mit Großmembranmikrofonen von beyerdynamic hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen, erwarte sicher aber etwas anderes, als die zehntausendste fernöstliche U87 Kopie.


Technisch

Das MC 840 ist ein Großmembrankondensatormikrofon mit den umschaltbaren Richtcharakteristika Kugel, Niere, breite Niere, Hyperniere und Acht. Die randpolarisierte Kapsel ist mit 22mm etwas kleiner als üblich. Das Gehäuse wirkt kompakt und hebt sich angenehm vom immergleichen U87 Design ab. Neben dem Wahlschalter für die Richtcharakteristik bietet es eine zweistufige Bassabsenkung bei 80 und 160 Hz, je nachdem, ob man nur tieffrequenten Körperschall eliminieren muss oder den Nahbesprechungseffekt kompensieren will, sowie einen Pad-Schalter für 10 und 20dB Absenkung. Die Elektronik verspricht extrem rauscharm zu sein und kommt ausgangsseitig ohne Übertrager aus. Mit eingeschaltetem Pad verträgt das MC840 stolze 147dB.

Das Mikrofon wird mit Mikrofonklammer MKV 11 und die elastische Aufhängung (Spinne) EA 37 in einem stabilen Plastikkoffer geliefert. Die Verarbeitung wirkt obersolide.


Geschmacklich

Wenn ich Mikrofone in zwei Kategorien einordnen müsste, wären es zum einen die, die möglichst neutral abgestimmt sind und auf der anderen Seite, die bewusst färbenden. Gleich beim ersten Einsatz als Gesangsmikrofon wird sofort klar, in welche Schublade das MC 840 gehört. Anstatt mit total überzogenen Höhen Transparenz vorzugaukeln, wie man es von zahlreichen fernöstlichen Billigmikrofonen kennt, liefert dieses Mikrofon ein im ersten Moment recht unspektakulär wirkendes Klangbild, das dafür beim genaueren Hinhören durch außergewöhnliche Natürlichkeit besticht. Der Stimme wird kein Charakter hinzugefügt, den sie nicht hat, aber es geht auch keiner verloren. Dieser Sound erinnert an den von guten Kleinmembrankondensatormikrofonen.

Auch wenn man bei Großmembrankondensatormikrofonen typischerweise immer zuerst an den Einsatz für Gesang denkt, bietet sich das MC 840 aufgrund der kompakten Bauform und des sehr großen möglichen Schalldrucks, den es verzerrungsfrei verarbeiten kann, für viele andere Instrumente an. Große U87 typische Gehäuse machen es häufig unmöglich, mit der Kapsel dicht genug an die Quelle heran zu kommen. Gerade bei sehr engen Schlagzeugaufbauten kann ein Mikrofon nicht klein genug sein. Oft ist die Hihat so dicht über der Snare aufgebaut, dass für das Lieblingsmikrofon in der Idealposition kein Platz ist. Verwendet man Großmembranmikrofone zur Abnahme von Gitarrenboxen, ist der Abstand vom Lautsprecher zur Kapsel oft durch große Gehäusedurchmesser und ausladende Mikrofonspinnen weiter als für einen direkten klang gut. Gerade wenn man Kondensatormikrofone zusammen mit dynamischen Mikrofonen einsetzen möchte, erweist sich die flache Bauform des Korbs des MC 840 als sehr vorteilhaft, weil so beide Mikrofone dicht mit gleichem Abstand platziert werden können, und so Kammfiltereffekte, bedingt durch Laufzeitunterschiede, vermieden werden.

Während der Testzeit habe ich kein Instrument gefunden, an dem das MC 840 nicht zu überzeugen wusste. Der Grenzschalldruck war nie ein Problem. Besonders Instrumente, bei deren Abnahme es um einen sehr ausgeglichenen Frequenzgang im Bassbereich geht, profitieren sehr. E-Bässe und Akustikgitarren klingen voll, neigen aber nicht zum Dröhnen.

Am meisten hat es mich jedoch bei der Aufnahme von Percussion-Instrumenten aller Art begeistert. Shaker, die gerne mal im Mix nach oben herausfallen, fanden ohne jeglichen EQ-Einsatz ihren Platz. Snaredrums klingen mit dem beyerdynamic einfach gewaltig! Bei Verwendung der Hypernierencharakteristik ist die Ausblendung der Hihat fast genauso gut wie die des SM 57. Im Gegensatz zum Übersprechen beim SM 57 fällt dieses jedoch wesentlich weniger unangenehm auf, da die Hihat nun nicht mehr wie ein ungewolltes Störgeräusch klingt, sondern einfach wie gut mikrofoniert.

Den Vergleichstest, wie sich beide Mikrofone im Falle eines Treffers mit einem Drumstick verhalten, überlasse ich gerne den Amazona-Lesern.


Fazit

Das MC 840 ist ein Schweizer Offiziersmesser unter den Kondensatormikrofonen. Mir ist es noch nicht gelungen, damit ein Instrument schlecht klingen zu lassen. Lediglich beim Gesang mag es nicht immer vorteilhaft sein. Sänger sind ja bekanntlich sensible Früchtchen, deren Ego und somit Performance es manchmal auch gut tut, sich aufgrund der Verwendung eines Schönfärbers, toll zu finden. Das Soll aber weniger Kritik am MC 840 als an manchen Sängern sein.

Der Preis geht aufgrund der Qualität und des vollständigen Zubehörs inklusive Spinne, die sich andere Hersteller gerne extra bezahlen lassen, mehr als in Ordnung. Wenn mich jemand nach meinem Lieblings-Snaremikrofon fragt, werde ich keine Sekunde zögern, das MC 840 zu preisen.


Plus

+++ Transparenz
+++ Neutralität
+++ kompakte Bauform
+++ Vielseitigkeit

Trio mit drei Kapseln
Testbericht MC 900 Echtkondensatormikrofonserie
Recording Magazin 05/2009

Von: Andreas Ederhof


Auszug: Den vollständigen Testbericht können Sie im Recording Magazin, Ausgabe 5/2009 nachlesen.


Die Firma beyerdynamic kann auf eine lange Tradition in Sachen Mikrofonbau zurückblicken – schließlich hat der Heilbronner Hersteller schon den einen oder anderen Mikrofonklassiker auf den Markt gebracht. An diese Tradition knüpf man nun mit der 900er-Kleinmembranserie, bestehend aus dem MC 910, dem MC 930 und dem MC 950 an.


... Die drei Kleinmembraner von beyerdynamic decken einen großen Aufgabenbereich im Studio und auf der Bühne ab. So ist das MC 910 mit seiner Kugelcharakteristik sehr gut für die Aufnahme von Raumklang geeignet, da die Kugelcharakteristik die Reflexionen aus allen Raumrichtungen aufnimmt. Mit Hilfe eines Stereopaars, bestehend aus zwei MC 910, können sehr natürlich und beeindruckend klingende Raumklangaufnahmen gemacht werden.


... Das MC 930 hat eine Nierencharakteristik, die eine sehr gute Unterdrückung von rückwärtig in das Mikro einfallendem Störschall bietet. Die Niere ist die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Richtcharakteristik, da sie ein sehr definiertes, gut vorhersagbares Klangbild produziert. Der Toningenieur muss mit einem Nierenmikro nicht lange herumexperimentieren, bevor er das gewohnte und meist auch erwünschte Klangergebnis gefunden hat. So eignet sich das MC 930 zum Beispiel hervorragend für die Abnahme der akustischen Gitarre im Studio oder zur Abnahme des Konzertflügels auf der Bühne. Auch akustische Saiteninstrumente oder die HiHat werden vom MC 930 sehr natürlich und definiert abgebildet.


... Die dritte in dieser Serie angebotene Richtcharakteristik ist die Superniere, die vom MC 950 realisiert wird. Die Superniere wird immer dann gebraucht, wenn seitlich einfallender Störschall noch stärker unterdrückt werden soll als bei der Niere. So entsteht bei der Abnahme des Drumsets das Problem, dass sich sehr viele Instrumente in unmittelbarer Nähe zueinander befinden. Die Toms sollen jedoch – genau wie die Snare und die Bassdrum – mit möglichst guter Kanaltrennung aufgenommen werden, um beim Mixdown jedes Instrument getrennt bearbeiten zu können. Bei der Abnahme der Toms ist das Übersprechen zwischen den Mikrofonen besonders groß, da die Toms direkt nebeneinander aufgebaut sind. Hier kann das beyerdynamic MC 950 mit seiner Supernierencharakteristik helfen, die Kanaltrennung deutlich zu verbessern. Im Vergleich zum Nierenmikrofon MC 930 klingt die Superniere des MC 950 etwas voluminöser und druckvoller und bietet ein wenig mehr Präsenz im Klang.


... Für die Aufnahme einer akustischen Gitarre im heimischen Studio unterzog ich das MC 930 einem Vergleichstest mit einem namhaften Kleinmembran-Klassiker. Beide Mikros wurden direkt nebeneinander aufgebaut und auf den Halsansatz der Gitarre gerichtet. Erst einmal war das MC 930 wesentlich „lauter“ als der Klassiker – erzeugte also einen höheren Ausgangspegel bezogen auf den einwirkenden Schalldruck. Das bedeutet, dass die Vorverstärkung beim MC 930 nicht so stark angehoben werden muss und somit ein geringerer Rauschteppich erzeugt wird. Auch das Klangbild des MC 930 konnte überzeugen: Ich war erstaunt über die saubere Wiedergabe der Obertöne und den ausgewogenen Klang, den ich einem Mikrofon in dieser Preisklasse nicht zugetraut hätte. Das MC 930 kann absolut mit den namhaften Marker dieser Zunft mithalten und ich würde nicht zögern, das MC 930, aber auch das MC 950 als Stützmikro für die Abnahme eines Sinfonieorchesters einzusetzen.


... Das MC 950 setzte ich bei einer Rock-Produktion testweise für die HiHat ein und war sofort begeistert: Der Klang der HiHat kam fein aufgelöst und seidig rüber – so, wie man die HiHat haben möchte. Die Kanaltrennung zur Snare war außerordentlich gut – nachdem ich auf dem HiHat-Kanal die Bässe gecuttet hattte, war die Snare extrem gut unterdrückt und ich konnte die HiHat sauber bearbeiten. Das MC 910 mit seiner Kugelcharakteristik nahm ich als Raummikro für einen Live-Mitschnitt und baute es auf ein Stativ in der Nähe des Mischpults auf. Der Live-Charakter und die Ambience dieses Konzert-Ereignisses wurden vom MC 910 sehr schön eingefangen und die Publikumsreaktionen waren ein belebendes Element in der Mischung.


... Obwohl es sich bei den drei Mikros MC 910, MC 930 und MC 950 um unterschiedliche Richtcharakteristiken handelt, ist die Klangcharakteristik bei allen Modellen sehr ähnlich. Wie bei den Kondensatormikros von beyerdynamic üblich, produzieren die Kleinmembraner ein brillantes, klares Klangbild, das sein Anhänger sowohl im Pop-Rock, als auch im Klassik-Bereich finden wird. Auch filigranere Instrumente, wie zum Beispiel die Violine oder eine Harfe, werden mit dem erwarteten Klangbild übertragen, so dass die Mikros als echte Allround-Talente eingestuft werden können. Vorbei die Zeiten, wo der Toningenieur für jede Stilrichtung einen eigenen Mikrofonfuhrpark auffahren musste: Die 900er-Serie verkleinert die Anzahl der „Must-Have“-Mikros drastisch. Das schont den Geldbeutel und die Packliste wird deutlich übersichtlicher.


... Aber nicht nur im Studio, sondern auch auf der Bühne machen das MC 930 und das MC 950 einen hervorragenden Job. Durch die extrem frequenzstabile Richtcharakteristik lässt sich insbesondere das Nierenmikro hervorragend für die Beckenabnahme oder die HiHat heranziehen, ohne dass es zu Rückkopplungen kommt. Durch die sehr gute Höhenauflösung erzeugen beide Modelle einen seidigen, brillanten Beckensound – gegenüber den üblicherweise auf Bühnen eingesetzten Mikros überzeugen durch ein sehr ausgewogenes und natürliches Klangbild.

Komplett-Lösung
Opus Drumset XXL
Xound Magazin drei/08

Von: Jürgen Schwarz


Das 1924 in Berlin gegründete Familienunternehmen beyerdynamic mit heutigem Sitz in Heilbronn gehört schon seit langer Zeit zu den führenden Anbietern hochwertiger Mikrofone, Kopfhörer und Konferenztechnik. Nun wurde die Opus Drum Mikrofonserie mit dem Mipa-Award 2008 als „Beste Schlagzeugmikrofone“ ausgezeichnet. Für uns ein Grund, diese Mikrofone nochmals eingehend zu betrachten.


Die beyerdynamic Opus Drumsets bieten ein gut strukturiertes Programm an Schlagzeugmikrofonen der Opus-Serie zu fairen Set-Preisen. Ausgehend von vier Grundvarianten kann die Zusammensetzung der Sets individuell nach Kundenwunsch im Fachhandel gestaltet werden. Uns stand die „Chester Thompson“-Version zur Verfügung, bestehend aus insgesamt 9 Mikrofonen für Bass-Drum, Overhead, HiHat, Toms und Snare. Das Haupteinsatzgebiet ist dabei der Live-Bereich. Entsprechende Mikrofonklammern und das praktische Bass-Drum-Stativ ST 99 sind bei diesem Set im Lieferumfang enthalten. Geliefert wird es in einem stabilen Kunststoffkoffer mit Schaumstoffeinlage, welcher die Mikros beim Transport gut schützt.


Opus 99 Bass-Drum-Mikrofon


Seine kompakte Bauform mit nur ca. 60 mm Durchmesser, 130 mm Länge und nur 365 g Gewicht macht dieses Großmembranmikrofon mit Hypernierencharakteristik recht handlich. Montiert man es auf das in diesem Set mitgelieferte kompakte Stativ ST 99, lässt es sich problemlos platzieren. Sofern die Bass-Drum ein Schalloch besitzt, das nicht kleiner als 200 mm ist, kann das Mikro samt Stativ direkt in die Bass-Drum gestellt werden. Die Befestigungsklemme des Opus 99 ist so am Mikrofon angebracht, dass sie nicht ohne weiteres abmontiert werden kann; das Mikro lässt sich zwar in der Halterung drehen, eine Gummimanschette verhindert aber, das sich die Klemme abziehen lässt. Der Neigungswinkel des Mikros lässt sich zusätzlich um bis zu 140 Grad verstellen, wodurch eine Ausrichtung in die gewünschte Position kein Problem darstellt.

Die Abbildung der Kurve des Frequenzgangs von 30 Hz bis 18 kHz lässt den Klang bereits vermuten: Sie steigt zwischen 30 und 100 Hz sanft an, bildet von 130 bis 900 Hz eine breite Senke. Hinzu kommt eine deutliche Präsenz von 1.000 bis etwa 8.000 Hz, wobei Spitzen bei ca. 2,5 kHz und 5 kHz für den richtigen Attack des Schlegels am Fell sorgen. Die praktische Überprüfung bestätigt dieses Verhalten: Das Opus 99 zeichnet kräftige Bässe sowie einen ordentlichen Kick, wobei die üblichen mulmigen Störfrequenzen in den unteren Mitten leicht abgesengt werden. Der Sound ist ohne Bearbeitung also gleich so, wie man ihn für die meisten Anwendungen im Rock-/Pop-Bereich ohnehin einstellen würde. Natürlich lässt sich der Klang durch gezielte Equalizer-Einstellungen weiter verfeinern, der Basis-Sound ist meistens jedoch direkt verwendbar.


Opus 87 und 88, die Spezialisten für Stand-Toms, Rack-Toms und Snare-Drums

Genial an diesen beiden Mikrofonen ist zunächst schon die Befestigung an den Spannreifen der Trommeln: Zur Befestigung drückt man nur eine Klemmbacke gegen eine Federspannung nach unten, positioniert die ganze Einheit und lässt los, wobei sich die Klemme dann dank der geriffelten Gummiflächen an den Klauen sicher fixiert. Das eigentliche Mikro sitzt beim schon länger erhältlichen Opus 87 auf einem etwa 75 mm langen Schwanenhals, der das ganze sehr gut justierbar macht. Das neuere, ansonsten technisch identische Opus 88 bietet einen deutlich kürzeren Schwanenhals, der jedoch mit einem horizontalen Drehgelenk eine optimale Ausrichtung auf die Schallquelle ermöglicht und den gesamten Aufbau noch etwas kompakter macht. Ideal für die Snare und Rack-Toms ist das Opus 88, während das Opus 87 mit dem längeren Hals Vorteile bei der Abnahme der Stand-Toms hat. Der Nahbesprechungseffekt lässt sich hier bei größeren Toms wirkungsvoll nutzen, denn dort kann mit zunehmender Entfernung der Kapsel vom Fell der Bassanteil im Sound deutlich reduziert werden, um ungewolltes Wummern in den Griff zu bekommen. Sehr transparent, druckvoll und dynamisch werden alle Trommeln ins rechte Licht gerückt, auch die Snare wird mit allen Feinheiten sauber rübergebracht. Auch Details wie ein perlender Teppich-Sound der Snare können mit entsprechender Positionierung naturgetreu abgebildet werden. Beide Mikrofone arbeiten unglaublich direkt, ja fast schon explosiv. Selbst die leichtesten Schläge werden sauber und ohne Verfärbungen wiedergegeben. Selbst ein leichtes Wischen mit den Besen kommt weich und sauber und ohne jedes Kratzen. Die Mikros besitzen eine Nierencharakteristik, arbeiten nach dem Kondensatorprinzip und benötigen deshalb natürlich Phantomspeisung.


Opus 53 HiHat-Mikrofon

Das kleine und ultraleichte Opus 53 liefert in diesem Set die perfekte Unterstützung an der HiHat. Es handelt sich hier ebenfalls um ein Kondensatormikro mit Nierencharakteristik und sorgt mit seinem relativ neutralen Frequenzgang für einen luftigen und natürlichen Klang, der sich leicht mit dem EQ an den persönlichen Geschmack anpassen lässt. Da wird jedes Pattern natürlich schimmernd und sauber hörbar. Sogar an kleinen Sidesnares macht es mit klaren Obertönen, druckvollen Attacks und feinem Teppich-Sound eine gute Figur.


MC 930, die Profis unter den Overheads

Als Overheads können die zwei MC 930 mit seidig-edlem Charakter überzeugen. So werden alle Becken mit luftiger Räumlichkeit und gleichzeitig auch mit warmer Fülle und Brillanz abgebildet. Selbst bei kleinem Besteck, mit einem Opus 99 in der Bass-Drum und zwei ordentlich justierten MC 930 über dem Kopf, kommt das komplette Set samt Toms und Snare richtig schön voll und natürlich rüber. Eine schaltbare Vordämpfung um -15 dB und ein weiterer Schalter zur Absenkung der Tiefen bei 250 Hz bringen zusätzlich noch flexible Einsatzmöglichkeiten, auch bei sehr lauten oder sehr nahen Schallquellen. Ein im gesamten Spektrum ausgeglichener Frequenzgang sorgt hier für sauberen Sound, einzelne Instrumente lassen sich leicht herausfiltern oder etwas boosten. Mit der zuschaltbaren Tiefenabsenkung werden bei Einsatz als Overheads störende tiefe Sound von Toms und Bass-Drum eliminiert und die Becken sehr schön seidig, klar und warm, aber trotzdem brillant dargestellt.

Fazit

Mit diesen Mikrofonen ist man über alle Zweifel erhaben und nicht nur für Live-Einsätze bestens gerüstet. Die richtig edlen Sounds aller Mikrofone überzeugen ebenso wie das perfekte Handling. Das Stativ für das Opus 99 erleichtert dem Drummer und dem Techniker das Leben, ebenso wie die genialen Klemmen bei Opus 88 und Opus 87. Hinzu kommen die überragend klingenden Overheads und das Opus 53, alles sicher im stabilen Transportkoffer verpackt. Die Mikros haben eine wirklich geniale Befestigungsvorrichtung, sie sind gut zu positionieren und klingen hervorragend und sind somit mehr als eine Empfehlung wert. Wirklich gut gemacht, beyerdynamic!

 

Opus Drumset XXL
Ehrlichkeit und Natürlichkeit
MC 840 Großmembran-Kondensatormikrofon
Studio Magazin - Studio Special 2007

Von: Fritz Fey


Angenehm überrascht waren wir von der Performance des MC 840 Großmembran-Kondensatormikrofons, das sich mit seiner Geradlinigkeit als ausgesprochen universelles Werkzeug entpuppte. Es klingt sehr definiert, ist dynamisch und cremig elegant in den Höhen, hat sehr saubere, geordnete Tiefen und eine ausgezeichnete Klarheit im Bereich mittlerer Frequenzen.

Mit seinem sehr ausgeglichenen Klangbild eignet es sich für nahezu alle Einsatzgebiete. Unsere Versuche mit Sprache und Gesang erbrachten hervorragende Ergebnisse. Ehrlichkeit und Natürlichkeit ohne Eigenfärbung, eine herausragende Präsenz von Solisten in der Mischung und die vortreffliche Detailabbildung machen dieses Mikrofon zu einer ausgezeichneten Wahl für diejenigen Anwender, die Signale unverfälscht aufnehmen möchten.

Multipattern-Großmembranmikrofon
MC 840 Großmembran-Kondesatormikrofon
Sound & Recording 2.2007

Von: Andreas Hau


Im Reich der dynamischen Mikros ist beyerdynamic eine feste Größe. Mit seinen Kondensatormikros konnte sich der Heilbronner  Traditionshersteller bisher aber nie so ganz gegen die Platzhirsche durchsetzen. Mit dem MC 840 soll sich das ändern.

Der optische Eindruck ist understatet: Das MC 840 wird in einem überraschend winzigen Plastikköfferchen geliefert, in dem man eher einen Akkuschrauber vermuten würde. Das in einem knalligen Aquablau gehaltene Interieur bietet trotz der geringen Abmessungen Platz für das Mikro, eine starre Halterung sowie die mitgelieferte Spinne. Letztere ist aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber stabil und hält das Mikrofon sicher, auch kopfüber, solange man nicht mutwillig versucht, es herauszuschütteln. In der Röhre gehalten wird das Mikrofon von Gummibändern, die eine zusätzliche akustische Entkoppelung bieten und im Zusammenspiel mit der äußeren Federung kaum ein Rumpeln zur Membran durchlassen. Eine ebenso einfache wie effektive Konstruktion.

Das Mikrofon selbst ist ganz beyerdynamic: glatte schwarze Flächen wie aus dem Ei gepellt und von jener schwäbischen Präzision, die in Übersee als untrüglicher Beweis für die Existenz außerirdischer Lebensformen gilt. Aufgrund seiner gestreckten Form wirkt das MC 840 eher zierlich, obwohl es mit 165 mm Länge und 70 mm maximaler Breite etwas größer ist als das Standardmikro der jüngeren Generation, das Neumann TLM 103. Trotz solider Konstruktion wiegt das beyerdynamic gerade einmal 286 g, was u.a. der Standfestigkeit zugute kommt, gerade bei hängender Positionierung. Etwa die Hälfte des Gehäuses macht der akustisch sehr transparent konstruierte Mikrofonkorb aus, der überraschenderweise trotz des relativ offenporigen Geflechts kaum einen Popplaut passieren lässt, auch wenn man sicherheitshalber wohl doch zu einem externen Poppfilter greifen wird.


Geheime Zukunft

Am Mikrofon sind des unterhalb des Korbs drei versenkte Drehschalter zu finden, die so schwergängig sind, dass keine Gefahr besteht, sie unabsichtlich zu verstellen. Die beiden hinteren Schalter dienen der Tiefen- bzw. Pegelabsenkung (Pad) in jeweils drei Stufen. Ein kleines Fensterchen zeigt den jeweiligen Schalterzustand an. Beim Pad besteht die Auswahl zwischen 0 dB, -10 dB und -20 dB, der Low-Cut kennt die Eckfrequenzen 80 Hz und 160 Hz oder eben linear ohne Tiefenabsenkung.Der wichtigste Drehschalter ist auf der Mikrofonfront zu finden; er hat sechs Stellungen für die Richtcharakteristiken(Kugel, Breitniere, Niere, Hyperniere und Acht. Ja Momentchen, das sind doch "nur" fünf Richtcharakteristiken - was ist mit der sechsten Stellung? Wir drehen weiter und es erscheint ein R. Der Mikrofonkenner lupft die Augenbraue: Kenn ich doch irgendwoher! Richtig, ein ominöses R gibt's auch beim Branchenprimuns Neumann beim TLM 170 R bzw. TLM 127. Hier wie da steht die Schalterstellung R für "Remote", also Fernsteuerung der Richtcharakteristiken. Nur: Tatsächlich einsetzen lässt sich die Fernsteuerung bei beyerdynamic derzeit noch nicht. Die Bedienungsanleitung bemerkt etwas ausweichend: "Die Position R steht für Remote Control. Diese Funktion ist momentan nicht belegt und steht eventuellen künftigen Erweiterungen zur Verfügung." Hinter vorgehaltener Hand war zu erfahren, dass die Technik im Prinzip fertig entwickelt, es aber zu patentrechtlichen Schwierigkeiten gekommen ist - übrigens nicht, wie ich zunächst vermute, mit der Firma Neumann, die in der Tat ein Patent auf ihre Fernschalttechnologie hält, sondern mit einem ausländischen Hersteller, der jüngst eine umfängliche Patentschrift eingelegt hat, welche u.a. eine Umschalttechnik beinhaltet, die der von beyerdynamic entwickelten nicht ganz unähnlich ist. Bis zur vollständigen Klärung dieser internationalen Verwicklungen müssen MC 840-Besitzer die Richtcharakteristiken weiterhin manuell umschalten. Nie war der Ruf nach Weltfrieden dringlicher!


Technisch betrachtet

Zentrales Element eines jeden Kondensatormikrofons ist natürlich die Kapsel. Anders als bei vielen anderen Großmembranmikros sitzt sie beim MC 840 auf einem hohen "Docht" weit oben im Mikrofonkorb, wo sie die Schallreflexionen des Mikrofonbodys entgeht. Die Kapsel ist etwas kleiner als das von Großmembranmikrofonen gewohnte Gardemaß 1 Zoll (25,4 mm). Die Membran misst "nur" 22 mm im Durchmesser und ist randpolarisiert, d.h. sie kommt ohne die von Neumann und den zahllosen Nachahmern etablierte Mittelelektrode aus. Es gibt also keine Schraube in der Mitte der Membran. Dennoch verdankt auch die MC 840-Kapsel einige Inspiration der Urmutter aller Kondensatormikros, denn in den nicht ganz so geläufigen Modellen der Firma Neumann wie dem U 89 kommen durchaus auch randpolarisierte Kapseln zum Einsatz, sogar mit denselben etwas verkleinerten Abmessungen.

Ähnlich dem Neumannschen U 89-Design sind auch die besonderen Fräsungen in der Gegenelektrode, die ein akustische Labyrinth darstellen, welches das Richtverhalten optimieren soll. Wobei aber gesagt werden muss, dass beyerdynamic schon seit etlichen Jahrzehnten solche Klangführungen in Modellklassikern wie dem Bändchenmikrofon M 160 und der von <personname w:st="on">Phil Collins</personname> hoch verehrten Edeltauchspule M88 einsetzt. Sinn und Zweck ist sowohl bei den dynamischen wie auch bei den Kondensatormikros, eine möglichst gleichförmige, frequenzunabhängige Richtcharakteristik zu erzielen.


Praxis


Klanglich zeigt sich das MC 840 ganz beyerdynamic-typisch. Die Bässe sind wohlproportioniert, aber tendenziell eher schlank. Die eingebaute Tiefenabsenkung wird man selten benötigen; selbst bei fülligen und tiefen Stimmen bleiben die Bässe erfreulich transparent. Etwas flache Stimmen lassen sich dezent andicken, wenn man auf Hyperniere oder Acht schaltet und den so gesteigerten Nahbesprechungseffekt ausnutzt.

Die mittleren Frequenzen werden angenehm unverfärbt und detailliert abgebildet. Das MC 840 ist weder ein Poser noch ein Charmeur, sondern eher ein neutraler Beobachter. Signale werden nicht aufgebauscht, angewärmt oder geschmeidig verbogen; sie werden aber auch nicht verfälscht. Das MC 840 mag ein wenig nüchtern klingen, es ist aber keineswegs hart, schrill oder kalt. Man könnte sagen, es klingt deutsch, aber im positiven Sinne. Also eher Humboldt als Mabuse.

Der Höhenbereich ist für meine Begriffe sehr geschmackvoll abgestimmt. Viele neuere Mikrofone, besonders jene aus fernöstlicher Fertigung, klingen übermäßig hell und machen Probleme bei S-Lauten. Andere klingen verhalten und/oder indirekt. Das beyerdynamic MC 840 liegt in der goldenen Mitte. Es besitzt keine echte Präsenzanhebung in den oberen Mitten, sondern eine maßvolle, sehr breitbandige Anhebung der oberen Frequenzen bei etwa 10 kHz, die Stimmen wie Instrumente luftig und frisch erscheinen lässt, ohne dass unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Kein Zischeln, kein Quäken, kein Gellen. Besonders angenehm fällt auf, dass das MC 840 wirklich gutmütig auf scharfe S-Laute und (über-)präsente Stimmen reagiert. In der praktischen Anwendung überzeugte es deshalb nicht zuletzt bei deutschem Rap. Selbst schnellste Sprechattacken und komplexe Konsonant-Cluster, zu denen die deutsche Sprache bisweilen neigt ("Kleintierklinik") werden präzise, aber ohne Härte auf Festplatte stenografiert. Aufgrund der preußisch-korrekten Klangbilds besitzt das Schwabenmikro eine unaufdringliche Durchsetzungskraft im Arrangement und lässt sich ausgezeichnet mit dem Equalizer bearbeiten, ohne seine Natürlichkeit zu verlieren. Aber schon ohne EQ-Einsatz klingen Stimmen wohlproportioniert: keine wummernden Bässe, keine zischelnden Höhen. Alles da, alles dran, aber nichts im Übermaß.

Neben der gelungenen Klangabstimmung ist vor allem auch die übergreifende Konsistenz beim Wechsel der Richtcharakteristiken äußerst lobenswert. Geradezu frappierend ist, wie wenig sich der Sound verändert. Geht man von Kugel über Breitniere, Niere und Hyperniere bis zur Acht alle Charakteristiken durch, ist bis auf den kontinuierlich stärker werdenden Nahbesprechungseffekt der Klang fast völlig konstant. In dieser Disziplin gehört das MC 840 zur absoluten Spitzengruppe unter den Großmembranmikros. Auch das Off-Axis Klangverhalten ist sehr gut. Hier zahlt sich die etwas kleinere Membran aus. Außerhalb der Aufnahmeachse verfärbt sich der Klang kaum mehr als bei einem guten Kleinmembranmikrofon. Chapeau!

Ebenfalls der kleineren Membranfläche geschuldet ist allerdings ein nicht ganz so sensationeller Eigenrauschwert von 17 dB-A. Eine kleinere Membran bedeutet eben auch ein weniger starkes Nutzsignal, sodass das Rauschen der Elektronik im Verhältnis etwas stärker zum Tragen kommt. Subjektiv betrachtet ist das beyerdynamic dennoch recht rauscharm; die Rauschfarbe des MC 840 ist relativ unauffällig. Soll heißen es rauscht wenig in den hohen Frequenzbereichen, wo das Rauschen am stärksten auffällt, weil es dort nur selten von Nutzsignalen überdeckt wird. Zudem scheint zumindest das Testmodell etwas besser zu performen, als das Datenblatt suggeriert.

In Sachen Grenzschalldruckpegel bewegt sich das MC 840 im oberen Mittelfeld mit 127 dB SPL ohne Pad und üppigen 147 dB SPL mit -20 dB Pegelabsenkung. Das sollte dann auch für rustikale Vokalakrobatik à la Motörhead reichen.

Das MC 840 ist natürlich nicht nur für Stimmen geeignet, obwohl es hier einige echte Stärken hat. Der frische, wummerfreie Klang macht es auch für Akustikgitarre interessant. Überhaupt macht das MC 840 bei so ziemlich allem eine zumindest anständige Figur. Mit seinem verfärbungsarmen, angenehmen Sound transportiert es fast jedes Instrument, vor dem man es positioniert, annähernd 1:1 in die Aufnahme.


Fazit

Mit dem MC 840 ist beyerdynamic ein richtig gutes Mikro gelungen. Konzeptionell macht es Anleihen bei Neumann, klanglich ist es ganz beyerdynamic. Hervorzuheben sind das gute Off-Axis-Verhalten, die schon sensationelle Klangkonsistenz über die verschiedenen Richtcharakteristiken hinweg und die wohlproportionierte Klangabstimmung. Wer Sprache, Gesang und insbesondere Rap aufnimmt, wird am MC 840 sicher viel Freude haben. Es ist nicht zuletzt auch eine hervorragende Ergänzung für Anwender, die bereits ein TLM 103 besitzen, denn die jeweiligen Stärken der beiden Mikros ergänzen sich gut, und zusätzliche, durchweg verwendungsfähige Richtcharakteristiken erhält man ja auch noch. Das MC 840 wird man nicht auf den ersten Blick als imposant wahrnehmen - vielleicht auch wegen der zierlichen Abmessungen - aber schon nach kurzer Praxisanwendung, spätestens wenn man die damit aufgenommenen Spuren in einen dichten Mix einarbeitet, lernt man seine individuellen Stärken zu schätzen. Ich muss zugeben, ich rücke es nur unter heftigem Zahnschmelzabrieb wieder raus.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.350 EUR ist das MC 840 vielleicht kein offensichtliches Hyperschnäppchen, aber für ein auf hohem Niveau so vielseitig einsetzbares Mikro mit umschaltbaren Richtcharakteristiken - und ganz oldschool Made in Germany - ist es ganz sicher nicht zu teuer. 

Bändchenmikrofon-Legenden
Bändchenmikrofone M 130, M 160 und M 260
Sound & Recording 11.2006

Von: Andreas Hau


Sound & Recording testet gewöhnlich taufrische Produktneuheiten. Die hier vorgestellten Mikros werden schon seit rund 40 Jahren hergestellt - und sind doch so aktuell wie noch nie zuvor!

Bändchenmikrofone haben eine lange Tradition im Hause beyerdynamic. Die ersten Modelle (M30 und M 31) entstanden vermutlich in den 50er-, vielleicht sogar in den 40er-Jahren. Optisch orientierten sie sich an den damaligen Top-Studiomikros, der 77er-Baureihe von RCA. Als erstes zeitgenössisches beyer-Bändchen wurde das M 130 vorgestellt, und zwar 1962. Ein paar Jahre später - genaue Daten sind auch hier nicht bekannt - folgten M 160 und M 260. Das bisher letzte "neue" Bändchenmikrofon, das beyerdynamic entwickelte war das 1969 vorgestellte Bühnen-Bändchen M 500, dessen Produktion leider vor einigen Jahren eingestellt wurde, auch wenn es zwischenzeitlich als limitierte Sonderedition eine "Classic"-Neuauflage gab.


Die aktuelle Riege


Trotz ihrer rund 40-jährigen Tradition werden die beyer-Bändchen ganz unspektakulär im Pappkarton geliefert. Außer einem Etui zur Aufbewahrung und einer Mikrofonklemme enthält dieser jeweils auch ein individuell angefertigtes Messprotokoll. Ganz beyer ist die Verarbeitung eine Augenweide. Die Mikros wirken wie aus dem Ei gepellt; alle Teile sitzen hundertprozentig passgenau, und die Oberflächen sind gleichermaßen schmuck wie widerstandsfähig.

Vielleicht noch auffälliger ist die Größe der Mikros: Sie sind wirklich winzig, deutlich kleiner, als man beim Anblick der Fotos ohne Größenvergleich denken mag. Die Körbe von M 130 und M 160 messen nur 35 mm im Durchmesser. Mikrofonlaien (und Sänger) lieben optisch imposante Mikrofone. Wahre Freunde schwingender Membranen freuen sich dagegen über kleine Mikros, denn da weiß man sofort: Da hat sich einer was dabei gedacht! Generell haben kleine Bauformen den Vorteil, das akustische Feld weniger zu beeinflussen. Ein großes Mikrofon bietet einiges an Fläche für Schallreflexionen und hat obendrein oft mit Gehäuseresonanzen zu kämpfen. Speziell bei Bändchen spielt die Bauform noch eine weitere Rolle: Je schmaler das Bändchenelement, desto besser die Höhenwiedergabe.

Keine Frage, der Look der beyerdynamic-Mikros ist ungewöhnlich, denn sie sehen auch noch aus wie Bühnenmikros. Tatsächlich sind sie so robust, dass man sie auch on stage einsetzen kann. M 160 und M 260 haben eine Hypernierencharakteristik und sind "end addressed": Man spricht, singt oder spielt also vorne rein. Das M 130 hat Achtercharakteristik wie ein klassisches Bändchen und wird dementsprechend auch "klassisch" von der Seite besprochen. Der senkrechte Ring, der den Mikrofonkorb in zwei Halbkugeln teilt, macht die seitliche Besprechung optisch kenntlich.


Interna


Anders als sonst habe ich meinen Drang, die Testmikros aufzuschrauben, widerstanden. Bändchenelemente sind generell zerbrechlich, und ihre (De-)Montage ist ein Geduldspiel. Eine falsche Bewegung oder eine lose Schraube kann ein nur wenige Mikrometer dünnes Aluminiumblättchen leicht zerstören. Zerlegt und erfolgreich wieder zusammengebaut habe ich allerdings mein eigenes M 500 - der interne Poppschirm hatte sich gelöst und musste wieder angeklebt werden. Der bei dieser Gelegenheit erhaschte Blick auf das "nackte" Bändchen war nichts weniger als Ehrfurcht gebietend. Das Aluminiumbändchen war unfassbar genau eingefügt. Der Spalt zwischen Bändchen und Magneten war dünner als ein Blatt Papier!

Umso erstaunlicher ist solche Präzision, als dass die Montage von Bändchenelementen in Handarbeit erfolgt. Nur ganz wenige Menschen haben so zitterfreie Hände und eine solche Engelsgeduld, um so kleine und eng tolerierte Bändchenelemente zusammenzusetzen. Bei beyerdynamic gibt es derzeit, wie Produktmanager Klaus Kirchhöfer bestätigte, nur "drei" KollegInnen, die Bändchen bauen können. Die allermeisten beyerdynamic-Bändchen werden vermutlich von Frau Zamfir zur Welt gebracht - Deutschlands vermutlich ruhigstes Paar Hände.


M 130

Bändchenelemente haben ja von Natur aus Achtercharakteristik. Insofern ist das M 130 beyerdynamics "klassischtes" Ribbon-Mic. Ganz puristisch ist es dennoch nicht, denn es ist mit einem Doppelbändchensystem ausgestattet, das ihm u.a. zu etwas höherer Empfindlichkeit verhilft. Anders als z.B. bei Oktava befinden sich die beiden Aluminiumbändchen bei beyerdynamic nicht neben-, sondern hintereinander, sodass Off-Axis-Verfärbungen minimiert werden.

Auch mit einem Doppelsystem ist das M 130 nicht lauter als andere Ribbons, denn aufgrund der winzigen Bauform kommt selbst mit zwei Bändchen nur wenig Membranfläche zusammen. Zusätzliche Effektivität erfährt das System durch einen dicken Weicheisendraht um das gesamte System. Er dient einerseits dazu, das Magnetfeld zu verstärken (mehr Output), andererseits dient er als HF-Reflektor, der die Höhenwiedergabe verbessert.


M 160

Das M 160 ist vielleicht das legendärste Bändchenmikrofon von beyerdynamic. Mit seiner Hypernierencharakteristik lässt es sich etwas flexibler einsetzen als die üblichen Achterbändchen. Gerade unter nicht optimalen Bedingungen ist es von Vorteil, dass das M 160 weniger  Raumschall aufnimmt als ein Achtermikro. Da fragt man sich, warum nicht mehr Hersteller Bändchen auch in anderen Richtcharakteristiken als Acht anbieten bzw. anboten. Des Rätsels Lösung ist, dass es sehr schwierig ist, die klanglichen Vorzüge des Bändchens auf andere Richtcharakteristiken zu übertragen. Sowohl die Linearität in den Mitten als auch die Frequenzunabhängigkeit des Richtverhaltens gehen flöten, sobald man das Bändchenelement rückseitig bedämpft. Beyer gelingt das Kunststück durch ausgetüftelte Schallführungen. Solche akustischen Labyrinthe sind eine beyerdynamische Spezialität und werden u.a. auch beim Tauchspul-Klassiker M 88 sowie beim brandneuen Großmembrankondensator MC 840 eingesetzt, um die Wiedergabe zu linearisieren.

Auch das M 160 ist ein Doppelbändchensystem mit ähnlicher Anordnung wie beim M 130. Die beiden Mikros sind bewusst als Paar konzipiert, um in M/S-Stereoanordnung ein besonders ausgeglichenes Klangbild zu liefern. Durch die Verwendung des M 160 als Mittenmikro ergibt sich eine weniger starke Empfänglichkeit für rückwärtigen Schall, als es bei Anordnungen mit zwei Achterbändchen der Fall wäre. Übrigens markieren Farbpunkte am Ring des Mikrofonkorbs die Längsachse des Bändchenelements, die durch die runde Bauform von außen nicht zu erkennen ist. Denn, wie im Mikrofonie-Workshop "Außer Rand und Bändchen" beschrieben, sollte man das Bändchen stehend ausrichten, um in den Genuss des extrem konsistenten Richtverhaltens zu kommen. Die beyerdynamic-Bändchen sind in Sachen Ausrichtung aber relativ unkritisch; ein so kurzes Bändchen produziert auch in Längsrichtung wenig Off-Axis-Verfärbung.


M 260

Beim derzeit angebotenen M 260 handelt es sich eigentlich um das Modell M 260.80. Der im Laufe der Zeit unter den Tisch gefallene Nummernzusatz bezeichnet eine Variante mit festem 80-Hz-Low-Cut zur Kompensation des Nahbesprechungseffekts. Das M 260 fand nämlich häufig Einsatz als Rednermikrofon. Dabei litt die Sprachverständlichkeit unter den etwas übervollen Bässen. Der Low-Cut ist übrigens über einen speziellen Ausgangsübertrager bewerkstelligt, lässt sich also nicht ohne weiteres entfernen.

Ungewöhnlich für ein Bändchen hat das M 260 eine leichte Präsenzanhebung in den oberen Mitten, die es heller und durchsetzungskräftiger klingen lässt als die beiden anderen Modelle. Aufgrund des festen Low-Cuts ist das M 260 auf nahe Mikrofonierung festgelegt. Es besitzt Hypernierencharakteristik, ist im Gegensatz zum M 130 aber mit einem Einfach-Bändchen ausgestattet. Dennoch ist es sogar etwas lauter - vermutlich weil das M 260 insgesamt etwas größer dimensioniert ist. Es ist nur wenig kleiner als ein Shure SM 58 und prinzipiell tatsächlich robust genug, um als Gesangsmikrofon auf der Bühne oder im Studio eingesetzt zu werden.


Praxis


Bei Mikrofonen, die seit fast 40 Jahren angeboten werden, erübrigt sich die Frage, ob sie denn etwas taugen. Es bleibt aber auszuloten, welche Vorzüge sie besitzen und wie sie sich voneinander unterscheiden.

Wie fast alle Bändchen machen die beyerdynamic-Ribbons eine gute Figur vor dem Gitarrenverstärker. Mikrofone mit verfärbungsfreien Mitten ohne Präsenzanhebung sind hier immer eine gute Wahl, und Bändchen zur Verstärkerabnahme gelten momentan als der letzte Schrei; tatsächlich benutzte Jimi Hendrix in den 60ern Bändchen vor seinen Marshalls und zwar das beyerdynamic M 160! Er soll es übrigens auch für seine Vocals benutzt haben.

Die beyerdynamic-Bändchen sind also durchaus vielseitig nutzbar. Anders als bei vielen anderen Ribbon-Mics bestechen sie nicht nur durch Verfärbungsfreiheit in den Mitten, sondern auch durch eine ungewöhnlich gute Höhenwiedergabe. Somit gehören sie zu den wenigen Ribbons, die man auch für Akustikgitarre empfehlen kann. Gerade die Kombination M 160 und M 130 in M/S-Stereoanordnung überzeugt durch einen sehr natürlichen Sound ohne jede Härte.

Wobei man aber auch bei den "beyers" keinen Kondensator-Strahlemann-Sound erwarten sollte. Sie klingen auf angenehme Weise unspektakulär. M 130 und M 160 besitzen die für Bändchen typischen wuchtigen Bässe, mit denen man umzugehen lernen muss. Weite Mikrofonabstände sind gefragt und/oder ein Preamp mit variablem Low-Cut. Stichwort Preamp: Auch "beyer" kann keine Wunder wirken, M 130, M 160 und M 260 sind wie fast alls Bändchenmikros output-schwach. Am wenigsten fällt das auf beim M 260, denn es verlangt nach naher Besprechung. Hier benötigt es lediglich ein paar dB mehr Gain als ein SM 58. Anders sieht es aus bei M 130 und M 160, die man in den meisten Fällen mit etwas weiteren Mikrofonabständen einsetzen wird. Das schwächere akustische Signal macht gerade bei leisen Instrumenten bisweilen Verstärkungen von über 60 dB notwendig. Wie bei fast allen Bändchen lässt sich erst mit einem muskulösen, möglichst rauscharmen Preamp das volle Potenzial von M 130 und M 160 nutzen.

Andererseits: So einfach wie heute hatte es der Bändchen-Enthusiast noch nie. Zu analogen Zeiten lauerte bei jeder Bearbeitungsstufe zusätzliches Rauschen und Höhenverlust. In einer heutigen digitalen Recording-Umgebung ist man dagegen so sorgenfrei, dass man bisweilen um den leichten Rauschteppich des Preamps fast froh ist, verleiht er dem Sound ein wenig analoges Flair.


Fazit

Die Bändchen von beyerdynamic sind hervorragend konstruierte Mikrofone. Dass sie seit fast 40 Jahren fast unverändert gebaut werden, hat einen einfachen Grund: Es gibt kaum etwas, das man an ihnen verbessern könnte. Für die meisten Anwender dürfte das M 160 aufgrund seiner Hypernierencharakteristik am interessantesten sein. Nicht weniger State-of-the-Art ist das M 130, dessen Handling-Eigenschaften sich an den klassischen amerikanischen Bändchen orientieren, die es aber in Sachen Höhenwiedergabe überflügelt.

Das M 260 ist etwas weniger vielseitig, da es aufgrund des zwangskompensierten Nahbesprechungseffekts auf kurze Mikrofonabstände festgelegt ist. Mit seinem vor-equalisierten Klang und etwas höherem Output empfiehlt es sich nicht zuletzt für Bändchen-Einsteiger, zumal sein Erwerb kein großes Loch ins Budget reißt. Als Vokalmikrofon kann es, insbesondere in Sachen Handling-Eigenschaften, allerdings nicht ganz mit dem leider aus dem Sortiment gestrichenen M 500 mithalten.

Bleibt ein Blick in die Preisliste. Und da reibt man sich verdutzt die Augen: Trotz des aufwendigen Designs, höchster Fertigungsqualität und verdientem Klassikerstatus kosten alle drei beyerdynamic-Bändchen zusammen in etwa so viel wie ein Royer R121, das unter den aktuell hergestellten Marken-Bändchen ja noch zu den günstigeren zählt. Preiswert ist da eigentlich noch untertrieben.

Wenn ich mir dennoch etwas wünschen dürfte, dann eine Neuauflage des guten alten M 500. Oder vielleicht inspiriert der gegenwärtige Bändchen-Boom sogar zu einem ganz neu entwickelten beyerdynamic-Bändchen für das 21. Jahrhundert.

+ ausgezeichnete Klangeigenschaften
+ durchdachtes Design
+ sehr gute Verarbeitung
+ Klassikerstatus
+ günstiger Preis
- geringer Output (Bändchen-typisch)