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AVB-Mediensystem „Tesira“: Europa-Premiere in Amsterdam

10. Januar 2012

Heilbronn, im Januar 2012: Der amerikanische Hersteller hochwertiger Netzwerkmediensysteme Biamp Systems startet mit einer Premiere ins neue Jahr. Auf der „Integrated Systems Europe“, einer Messe mit Schwerpunkt auf Veranstaltungstechnik, stellt Biamp Systems das neue Mediensystem "Tesira" vor. Die Besonderheit dieses Systems: Es ist eines der ersten kommerziell verfügbaren Produkte, das das neue Netzwerkprotokoll AVB (Audio/Video Bridging) nutzt. Technische Details finden Sie im Hintergrund-Interview mit Dipl.-Ing. Martin Maurer, Projektmanager Konferenztechnik bei beyerdynamic, unter: www.beyerdynamic.de/presse/tesira_interview. Der Heilbronner Audiospezialist beyerdynamic ist in Deutschland der Exklusiv-Vertriebspartner von Biamp Systems.

Was haben Netzwerke mit Bild und Ton zu tun? Bislang nicht viel. Zwar können übliche Computernetze Bild und Ton problemlos übertragen. Eine wesentliche Schwäche des üblicherweise genutzten TCP/IP-Protokolls (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) ist aber: Niemand kann genau sagen, wann Daten am gewünschten Ort sind. Das wird zum Problem, wenn beispielsweise die Tonsignale eines Theaters oder einer Videokonferenz per Netzwerk übertragen werden sollen – mit TCP/IP sind störende Echos programmiert. Der Herr über die Netzwerktechnik, das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers – Verband der Elektroingenieure), sann auf Abhilfe. 2009 definierte es das Netzwerkprotokoll AVB (Audio/Video Bridging; IEEE 802.1 AV). Es erlaubt die synchrone Beförderung von Bild und Ton mit einer minimalen, definierten Latenz (Verzögerung) von höchstens zwei Millisekunden. Das heißt: Statt teurer und unflexibler Audioleitungen reicht künftig das in vielen Gebäuden ohnehin verlegte Netzwerkkabel, um Beschallungsprobleme aller Art zu lösen. Damit nicht genug: Sofern das interne Netzwerk ausreichend schnell ist, kann es parallel zu den Signalen für Lautsprecher oder Konferenzen weiterhin E-Mails, Dokumente und Webseiten transportieren.

Erster Einsatz von AVB: Medien- und Konferenztechnik
Dieser wesentliche Vorteil von AVB kommt den Trends in der Architektur von öffentlichen und Betriebsgebäuden entgegen: Bei Neubauten fordern die Bauherren meist von vornherein flexibel nutzbare Räume. Bestehende Gebäude werden oft erweitert oder umgebaut – die Infrastruktur soll mitwachsen. Eine Herausforderung, die sich mit althergebrachter Tontechnik, die zumeist von analogen Mikrofonkabeln und Lautsprecherleitungen dominiert wird, nur schwer meistern lässt.
Der US-Hersteller Biamp Systems erkannte das Potential von AVB für die Konferenztechnik und wird im Frühjahr 2012 mit dem skalierbaren Mediensystem „Tesira“ eines der ersten auf AVB basierenden Geräte überhaupt vorstellen. Mikrofone, Lautsprecher und Mischer definieren sich dann nur noch als Endpunkte im Netzwerk, die flexibel und nach Bedarf eingebunden werden können. Überall, wo eine Netzwerkdose sitzt, entsteht mit den Tesira-Komponenten in Minutenschnelle ein Konferenzplatz. Genauso schnell lässt er sich wieder abbauen.

Auch innerhalb der Tesira-Infrastruktur ist schnelles Agieren kein Hexenwerk: Im fliegenden Wechsel kann etwa ein Hochschullehrer vom selben Mikrofon aus seinen Vortrag auf die Lautsprecher im Hörsaal geben, die nächste Vorlesung ins Internet übertragen oder in einer Pause mit dem Dekan der Universität ein persönliches Gespräch führen. AVB garantiert den Transport aller Tonsignale unkomprimiert und in Echtzeit. Bereits bestehende analoge Technik lässt sich durch externe AD/DA-Module, welche automatisch erkannt und eingebunden werden, in das System integrieren. Die Module kommen ohne zusätzliche Stromanschlüsse aus – Energie beziehen sie aus dem IT-Netzwerk dank „Power over Ethernet“ (PoE+). Konzernzentralen, Krankenhäuser, Universitäten, Bus- und Bahnhaltestellen, Parlamente oder Gerichte – überall, wo gesprochene Informationen gezielt verteilt werden oder Menschen direkt miteinander kommunizieren sollen, lässt sich dies mit Tesira zuverlässiger, kostengünstiger und flexibler als je zuvor umsetzen.

Als Herzstück des Systems stehen flexibel ausbaubare Tesira-Server bereit, die die Verwaltung und Bearbeitung aller angeschlossenen Audiosignale übernehmen. Ein Server kann hier bis zu unglaubliche 840 Tonsignale in das Netzwerk ein- und ausspeisen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, weitere analoge Signale anzubinden sowie eine Schnittstelle für VoIP- (SIP) oder analoge Telefonie zu schaffen. So kann jede angeschlossene Komponente als Teilnehmer in einer Telefonkonferenz agieren.

Bequeme Administration per Software
Zur flexiblen Hardware gehört eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche. Alle wichtigen Parameter findet der Anwender unter einem Dach, er muss nicht, wie oft bei anderen Systemen, zwischen verschiedenen Steuerprogrammen oder -teilen wechseln. Das bringt mehr Übersicht.

Die Biamp-Systems-Entwickler machten sich aber nicht nur über die einheitliche Oberfläche Gedanken, sondern auch über die Technik unter der Haube. Die Medientechnik eines Gebäudes verwaltet die Tesira-Software auf Wunsch in frei bestimmbaren „Partitionen“, also vom Nutzer definierbaren Funktionsgruppen. Diese lassen sich spiegeln, um an anderen Orten identischen Zugriff auf die jeweils verfügbaren Geräte zu haben. Der Clou der Tesira-Software ist der „Compiler“ genannte Programmteil: Hat der Programmierer die Anforderungen des Kunden an seine Kommunikationstechnik in die Software eingegeben, errechnet der Compiler in mehreren Durchläufen, wie sich diese innerhalb des Tesira-Systems mit minimalen Ressourcen realisieren lassen. Der Kunde spart dadurch bares Geld!

Tesira wird präsentiert auf der Messe ISE (Integrated Systems Europe) vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2012 in Amsterdam auf dem Stand von Biamp Systems Halle 1, Stand H 80.

Die Tesira-System-Bausteine sind ab Mai 2012 verfügbar.

Tesira von Biamp Systems wird in Deutschland exklusiv vertrieben von beyerdynamic, Heilbronn.
beyerdynamic auf der ISE, Halle 1, Stand M 100
Weitere Informationen zu Tesira unter www.beyerdynamic.de/tesira.


Presse-Hintergrundinformationen:
- Hintergrund-Interview mit Dipl.-Ing Martin Maurer, Projektmanager Konferenztechnik bei Beyerdynamic Heilbronn, unter:
www.beyerdynamic.de/presse/tesira_interview
- AVB und Mediensystem Tesira unter:
www.beyerdynamic.de/presse/avbtesira_it

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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

Premiere: Biamp Systems zeigt auf der „Integrated Systems Europe“ (ISE) vom 31. Januar bis 2. Februar 2012 erstmals das AVB-basierte Konferenz- und Mediensystem „Tesira“. Links: die externen Anschlussboxen; rechts: die Tesira-Server (Mitte und unten) mit der modularen Anschlussbox (oben).

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Just in Time: Das neue AVB-Protokoll bringt Echtzeitfähigkeit in Standard-Computernetze. Dadurch taugen sie erstmals für zeitkritische Bild- und Tonsignale.

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Flexibilität ist Trumpf: Moderne Konferenztechnik muss sich unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Im Bild ein Videokonferenzraum, der sich innerhalb weniger Minuten in einen Vortragssaal umkonfigurieren lässt.

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