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Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen oder häufig auftretenden Problemen im Umgang mit Mikrofonen und Kopfhörern - und die dazugehörigen Antworten und Lösungen.
Dieser Bereich befindet sich zur Zeit noch im Aufbau, es werden aber nach und nach neue Fragen und Antworten veröffentlicht.

Sollten Sie Fragen haben, die hier nicht beantwortet werden, können Sie sich jederzeit an unsere Service-Mitarbeiter wenden.

 

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Kopfhörer FAQ´sMikrofon FAQ´s
Unterschied zwischen DT 880 PRO - DT 880 Edition - (PRO gegen Consumer)

Der DT 880 PRO wurde für den professionellen Einsatz in Studios und für Live-Recording konzipiert. Das Kopfband ist aus einem dickeren und härteren Material. Dies sorgt für einen wesentlich höheren Anpressdruck verglichen mit dem DT 880 Edition. Der DT 880 PRO sitzt dadurch besser auf dem Kopf und klingt direkter, druckvoller und analytischer als der DT 880 Edition. Wie im Studiobereich üblich verfügt der DT 880 PRO über ein Wendelkabel. Die Gehäuseschalen sind grau und das Kopfband lässt sich durch öffnen der vier Nieten leicht austauschen. Der DT 880 Edition wurde stattdessen zum reinen Musikhören und –genießen konzipiert. Der weichere, weniger stark anpressende Kopfbügel garantiert ein ermüdungsfreies Hören über längere Zeit und ist der Grund für einen leichteren, transparenteren und offeneren Sound im Vergleich zur PRO-Version. 

Fazit: Die Unterschiede in der mechanischen Konstruktion sind nicht gewaltig, jedoch bewirken sie einen unterschiedlichen Klangcharakter zwischen „Pro“ und „HiFi“.

Die weiteren Hörer dieser Serie - DT 990 PRO / DT 990 Edition und DT 770 PRO / DT 770 Edition verhalten sich ähnlich.

Unterschiedliche Impedanzen

Je höher die Impedanz, desto mehr Leistung ist nötig um einen guten Pegel aus dem Kopfhörer zu bekommen:

32 oder 80 Ohm = mobiler Einsatz am Laptop, MP3 Player, portable Recorder usw.

250 Ohm und höher = für feste Installationen, Kopfhörerverstärker usw.

Hintergrund:

Eine Impedanz von 0 Ohm wäre ein Kurzschluss des Kopfhörerausgangs, wobei dieser viel Strom liefern müsste, sich dabei stark erhitzt und entweder abschaltet oder stirbt. Das andere Extrem wäre eine unendlich hohe Impedanz (gebrochenes Kabel oder Draht), dann fließt gar kein Strom mehr, allerdings kommt dann auch kein Audiosignal mehr an - Kopfhörerimpedanzen müssen daher irgendwo dazwischen liegen.

Oftmals ist es so, dass Kopfhörer mit niedriger Impedanz für den Anschluss an tragbare Geräte entwickelt wurden. Diese arbeiten intern meist mit einer relativ niedrigen Spannung erzeugt von Batterien oder Akkus. Diese Betriebsspannung begrenzt gleichzeitig die maximale Ausgangsspannung am Kopfhörerausgang. Ein niederohmiger Kopfhörer kann daher an einer niedrigen Ausgangsspannung eventuell lauter betrieben werden.

Warum gibt es dann aber nicht nur niederohmige Kopfhörer? 

Dieser Erklärung bedarf einer etwas längeren Erklärung: die impedanzbestimmende Schwingspule (beim dynamischen Kopfhörer) besteht aus aufgewickeltem, zur Isolation lackiertem Kupferdraht. 

Dieser Kupferdraht ist auf dem weltweiten Drahtmarkt zwar in nahezu jeder gewünschten Länge, nicht aber in jeder Dicke erhältlich (dünnerer Draht hat einen höheren Widerstand als dickerer Draht, es „passt halt weniger durch“). Das Magnetfeld, das eine Spule beim Anlegen des Audiosignals erzeugen soll, ist unter anderem von der Anzahl der Windungen abhängig. Das führt dazu, dass für ein niederohmiges Wandlersystem relativ dicker (und damit auch schwerer) Draht notwendig ist. Da auch die eigentliche Membranfolie nicht unendlich leicht sein kann, ist die bewegte Masse (also das Gewicht von Membran und Schwingspule, die sich vor und zurück bewegen) relativ hoch. Es dürfte nun klar sein, dass eine höhere Masse einem komplexen Audiosignal weniger präzise folgen kann als eine geringere. Diese geringere Masse lässt sich aber prima mit dünnerem (und damit leichterem) Draht erreichen, allerdings wird die Schwingspule durch den dünneren Draht hochohmiger. 

Das bedeutet, bei ansonsten baugleichen Kopfhörern (z. B. DT 770 Pro mit 80 oder 250 Ohm) klingt die hochohmigere Variante üblicherweise neutraler, ist aber (je nach Kopfhörerverstärker) eventuell etwas leiser.

Ideal zeichnen sich die 80 Ohm-Systeme bei der Verarbeitung von druckvollem, tief-frequentem Material (wie zum Beispiel bei einem E-Bass) aus. Die etwas härtere und dickere Membran des 80 Ohm Systems liefert klare und saubere Bässe auch bei lauten Pegeln.

Das 250 Ohm System klingt – wie schon erwähnt – weicher und etwas gefälliger und ist bei der Anwendung im Gesamtmix der 80 Ohm Variante vorzuziehen.

Was ist "Impedanz"?

Die Impedanz bezeichnet den Wechselstromwiderstand von Spulen in Lautsprechern und Kopfhörern. Der Wert der Impedanz wird in Ohm angegeben. 

Die Impedanz ist frequenzabhängig und wird daher immer bei einer Frequenz von einem Kilohertz (1 kHz) angegeben. Die Impedanz wird auch als "Nennimpedanz" bezeichnet.

Lesen Sie mehr hierzu auch unseren "Spot on Technology - Kopfhörerimpedanzen"

Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Kopfhörern

Die größten Unterschiede zwischen geschlossenen und offenen Kopfhörern ist zum einen die starke Isolierung von Außengeräuschen bei geschlossenen Kopfhörern (und umgekehrt: die Außenwelt hört nicht was der Kopfhörer spielt) und zum anderen der bessere räumliche Klang bei offenen Kopfhörern. Halb-offene Kopfhörer sind im Prinzip ein Mix und versuchen die Vorteile der jeweiligen Bauweise zu vereinen. 

Mechanisch gesehen haben offene Kopfhörer einen Vorteil gegenüber geschlossenen: das zwischen Membran und Kopfhörerschale in der Muschel eingeschlossene Luftvolumen dämpft die Membranschwingung. Beim offenen Hörer kann durch die Schale ein Druckausgleich stattfinden, wodurch unter anderem die Impulstreue beeinflusst wird. Die erhöhte Dämpfung der Membran verringert allerdings wiederum die Gefahr unkontrollierte Schwingungen.

Der Druck, der bei geschlossenen Kopfhörern dadurch entsteht, dass die Membran nicht maximal schwingen kann, bewirkt dass tiefere Frequenzen schlecht bzw. ungenügend wiedergegeben werden. Manchmal kann dieses Problem mit Hilfe eines ventilierten Gehäuses gelöst werden, wie bspw. beim DT 770 PRO. Der Druck wird hierdurch ausgeglichen, so dass die Membran freier schwingen kann und so die Wiedergabe tiefer Frequenzen optimiert bzw. der komplette Bassbereich linearisiert wird. 

Die Wahl des Kopfhörers mit dem passenden Klang ist natürlich davon abhängig, was wir damit hören wollen. Für bspw. klassische oder Jazz-Musik, bei der es nicht so starke Bassanteile gibt, aber eine sehr hohe Impulstreue gefragt ist, ist ein offener Kopfhörer die perfekte Wahl. Für Pop- oder Rock-Musik ist ein halb-offener oder geschlossener vorzuziehen. 

Letztendlich entscheidet aber auch das Einsatzgebiet (also wo wollen wir den Kopfhörer benutzen?) über das geeignete Arbeitsprinzip. Soll der Kopfhörer in einer stillen Umgebung (bspw. im Studio-Regieraum) benutzt werden, um Musik abzumischen oder anzuhören, kann frei nach der Art und dem persönlichen Geschmack ausgewählt werden. Soll der Kopfhörer allerdings vom Musiker zum Monitoring während einer Aufnahme eingesetzt werden, sollte ein Kopfhörer gewählt werden, der sehr gut Außengeräusche dämpft bzw. aber auch selbst wiederum sehr gut nach außen abschirmt, so dass der vom Kopfhörer erzeugte Schall nicht durch das Mikrofon aufgenommen wird. 

Unterschied zwischen DT 770 PRO und DT 770 M

DT 770 PRO und DT 770 M sind im Prinzip die gleichen Kopfhörer.

Es gibt aber trotzdem einige Unterschiede und zwar wie folgt:

1. Der DT 770 PRO hat sogenannte “Bass-Reflex-Öffnungen” an der Seite der Gehäuse, um der Membran das “Atmen” zu ermöglichen. Dieses “Atmen” sorgt dafür, dass nicht nur die tiefen sondern auch die hohen Frequenzen besser reproduziert werden können, (weil die Membran sich besser bewegen kann und sich nicht in einem geschlossenen Luftvolumen befindet). Ein wenig Isolation der Außengeräusche muss wegen den Öffnungen allerdings geopfert werden. Da der DT 770 M diese Öffnungen nicht hat, ist der Klang etwas “dünner” (weniger starke Bässe), aber er bietet eine Isolation der Außengeräusche um 35 dB(A). Aus diesem Grund wird der DT 770 M gerne von Schlagzeugern eingesetzt,  (z.B. Ralf Gustke, Schlagzeuger von Söhne Mannheims).

2. Der DT 770 PRO ist ausgeführt mit silbernen Ohrpolstern aus Verlours für besseren Tragekomfort und kühlere Ohren. Der DT 770 M ist ausgeführt mit sogenannten “Soft-Skin” Ohrpolstern, um maximale Isolation der Außengeräusche zu garantieren.

Fazit:

Der DT 770 PRO ist für den Studio Gebrauch, wo die Klangqualität eine höhere Priorität hat, als die Isolierung der Außengeräusche.

Der DT 770 M ist auch für den Studio Gebrauch geeignet, aber nur da, wo die Isolation der Außengeräusche wichtiger ist als die Klangqualität.

Beim DT 770 M wird auch eine Tasche mitgeliefert.

Was bedeutet "Belastbarkeit"?

Als Belastbarkeit bezeichnet man die zugeführte Leistung, die der Kopfhörer/Lautsprecher aushalten kann ohne dadurch beschädigt zu werden. 

Während die bei "maximale Belastbarkeit" angegebene Leistung nur kurzzeitig zugeführt werden darf, muss die bei "Nennbelastbarkeit" angegebene Leistung auch bei permanentem Auftreten problemlos verkraftet werden.

Was ist der Klirrfaktor?

Der Klirrfaktor (auch T.H.D. genannt = Total Harmonic Distortion),  ist das Verhältnis von Original-Signal (Grundton) zu der Summe der Signale, die durch den Schallwandler selbst oder durch Gehäuse-Teile erzeugt werden (Obertöne) und nicht im Original-Signal enthalten sind. Da der Klirrfaktor immer kleiner und maximal 1 beträgt wird er meistens als Prozentsatz angegeben. Desto niedriger dieser Wert, desto weniger Obertöne erzeugen die Schallwandler und/oder Gehäuse-Teile . Das ist genau das, was wir wollen, denn über die Obertöne – sofern vorhanden – haben wir wenig bis gar keine Kontrolle und diese gehören auch nicht zum Original-Signal.

Was ist der Übertragungsbereich/Frequenzgang?

Der Übertragungsbereich ist das Intervall der Frequenzen, die vom Kopfhörer bzw. Lautsprecher wiedergegeben werden können. 

Das menschliche Ohr hat einen Hörbereich von durchschnittlich 15 Hertz bis 20 Kilohertz. Je besser der Übertragungsbereich des Kopfhörers/Lautsprechers diesen Bereich abdeckt, desto besser das Wiedergabespektrum. Werte außerhalb des Hörbereichs schaden zwar nicht, über welchen Einfluss sie haben ist man sich allerdings noch nicht 100% einig.

Zu beachten ist allerdings, dass der Kennschalldruckpegel nicht über dem gesamten Bereich konstant ist, weshalb der Übertragungsbereich nicht zum Vergleich von verschiedenen Kopfhörern herangezogen werden kann. 

Was sagt der Kennschalldruckpegel (SPL) aus?

Der Schalldruck ist der Druck in Pascal (Pa) mit dem die Luft und das Trommelfell im Ohr in Schwingung versetzt werden, besser bekannt als Lautstärke. 

Der Schalldruckpegel ist also ein Maß für die Lautstärke eines Kopfhörers bei genormten Bedingungen. 

Doch Vorsicht: Hohe Kennschalldruckpegel garantieren nicht, dass bei solch großer Lautstärke die Verzerrung gering und damit der Klang gut ist. 

Was sind die Unterschiede in der Bauform (Ohraufliegend/Ohrumschliessend...usw.)?

Art der Ankopplung an das Ohr. Man unterscheidet zwischen ohraufliegenden (supraaural), ohrumschliessenden (circumaural) und In-Ohr-Kopfhörern. 

Ohraufliegende Hörer

Wenn wir die Unterschiede zwischen offenen, geschlossenen und halb-offenen Kopfhörern kennen (Arbeitsprinzipien) können wir zu ohraufliegenden Kopfhörern zurückkehren. Da ohraufliegende Kopfhörer (auch wohl supra-aural genannt) „nur“ auf der Ohrmuschel aufliegen, kann der Raum zwischen Trommelfell und Membrane unmöglich komplett geschlossen sein. Bei ohraufliegenden Kopfhörern unterscheidet man somit nur Varianten mit offenem oder geschlossenem Gehäuse, wobei die Nutzung, wie wir mittlerweile wissen, abhängig ist von Musik-Art und/oder vom Einsatzgebiet.

Hier kommen nun auch die Ohrpolster ins Spiel, welche einen großen Einfluss auf den Tragekomfort haben. Außer verschiedenen Materialien gibt es auch verschiedene Formen. 1.) Die „flache“, geschlossene Variante, die in der Mitte komplett zu ist (bekannt von den alten Walkman-Kopfhörern). Diese Variante wird aber immer seltener, weil sie nicht so bequem sind. 2.) Die ringförmige, offene Variante (wie z.B. beim beyerdynamic DT 231 PRO), womit heutzutage viele ohraufliegende Kopfhörer ausgestattet sind. Bei der „flachen“, geschlossenen Variante, entwickelt sich mit der Tragedauer sehr viel Wärme, was wiederum auf Kosten des Tragekomforts geht, außerdem drücken sie an viele Stellen auf die Ohrmuschel was nach dauer ebenso unangenehm wird. Bei der ringförmigen, offenen Variante ist dieses Problem nahezu nicht vorhanden, so dass der Kopfhörer auch bei sehr langer Tragedauer immer angenehm sitzt.

Ohrumschliessende Hörer

Der ohrumschliessende Köpfhörer (auch zirkumaurale Kopfhörer genannt), ist die größte Bauart für Studio-Kopfhörer. Die Ohrpolster sind groß genug um rund um die Ohren auf dem Kopf anzuliegen. Sie umschließen das Ohr sozusagen und berühren es nicht. Dadurch gibt es auch eine klare Unterscheidung zwischen geschlossenen, offenen und halb-offenen Arbeitsprinzipien, denn abhängig vom Ohrpolster und dem Gehäuse, sind die Räume hinter der Membrane und zwischen Trommelfell und der Membrane entweder geschlossen oder offen.

Auch die unterschiedlichen Ohrpolster (Material, Form, Dichte) haben ihren Einfluss auf die Akustik des Hörers. Wenn das Ohrpolster bspw. nicht richtig am Kopf an- und abschließt wird der Raum zwischen Trommelfell und der Membrane nicht geschlossen und somit ist der Klang vom Kopfhörer nicht ideal. Die Ohrpolster die allerdings am besten abschließen, sind gleichzeitig aber nicht immer auch die komfortabelsten oder die hygienischsten Ohrpolster. So sind bspw. Lederimitat-Ohrpolster oder die mittlerweile sehr oft verwendeten „Softskin“-Ohrpolster sehr leicht zu reinigen, aber dadurch dass sie sehr gut abschließen entwickelt sich schnell viel Wärme, was wiederum Schwitzen verursacht. Der Schweiß wird von Softskin-Ohrpolstern nicht aufgenommen und kann mit einem ganz normalen nassen Lappen abgeputzt werden. Velours- oder Stoff-Ohrpolster hingegen schließen nicht so gut ab und sind dadurch ein bisschen luftiger. Dennoch entwickelt sich auch hier bei längerem Tragen Wärme. Der entstehende Schweiß wird durch das Ohrpolster aufgenommen. Das geht natürlich auf Kosten der Hygiene, wenn der Kopfhörer von vielen verschiedenen Personen getragen wird. Deshalb sollten Velours- oder Stoffohrpolster regelmäßig ausgewaschen werden. Natürlich gibt es noch verschiedene andere Varianten, bspw. die so genannten Gel-Ohrpolster, die aus einer flexiblen Folie bestehen und mit Gel gefüllt sind. Dadurch dass das Gel sich beim Aufsetzen des Kopfhörers gut über die ganze Fläche verteilt, passt sich das Ohrpolster perfekt am Kopf an und so entsteht eine ideale Isolierung. Auch Echt-Leder wird für Ohrpolster benutzt und verhält sich genauso wie „Softskin“ was die Wärmeentwicklung und Hygiene angeht.

In-Ohr-Hörer und Ohr-Knöpfe

Die kleinsten Bauarten sind In-Ohr-Hörer (auch In-Ear-Monitors, kurz IEM genannt) und Ohr-Knöpfe. Der Unterschied zwischen den beiden Bauarten ist, das In-Ohr-Hörer (wie z. B. der DT 60 PRO von beyerdynamic) wie Ohrstöpsel in den Gehörgang gesteckt werden, während Ohr-Knöpfe (wie z. B. die MX-Serie von Sennheiser) lediglich vor den Gehörgang in die Ohrmuschel gelegt bzw. geklemmt werden. Dadurch bieten In-Ohr-Hörer eine wesentlich höhere Isolation von Außengeräuschen, was aus verschiedenen Gründen eine große Rolle spielen kann. 

Angefangen bei der Akustik. Wenn der In-Ohr-Hörer richtig im Gehörgang sitzt und somit gut „abschließt“, ist der Raum zwischen dem Trommelfell und der Membrane geschlossen und sehr klein. Das Ganze funktioniert dann wie eine Art Federsystem (oder „Push-Pull-Mechanismus“) und die Membrane kann mit kleiner Auslenkung und wenig Energie das Trommelfell gut bewegen, was eine sehr gute Basswiedergabe zufolge hat. Sobald es in diesem System eine Undichtheit gibt, macht sich das sofort dadurch bemerkbar, dass tiefe Frequenzen verloren gehen (wie das bei Ohr-Knöpfen der Fall ist). Das liegt daran, dass das menschliche Ohr weniger empfindlich für tiefe Frequenzen (unterhalb von ca. 150 Hz) als für höhere Frequenzen ist. Wenn wir tiefe Frequenzen also besser hören wollen, dann muss viel Energie für deren Verstärkung aufgebracht werden. Bei der Verwendung von Lautsprechern sind tiefe Frequenzen auch körperlich noch spürbar. Bei Kopfhörern ist dies nicht der Fall. Auch sind Lautsprechermembrane größer und stabiler (dickeres Material), wodurch im Vergleich zu einem Kopfhörer wesentlich mehr Luft in Bewegung gesetzt werden kann. Um die geringe Energie, die das Kopfhörersystem entwickelt, optimal ausnutzen zu können muss dafür Sorge getragen werden, dass der Kopfhörer bzw. In-Ohr-Hörer optimal abschließt. 

Der zweite Grund, warum es wichtig sein kann, das In-Ohr-Hörer gut abschließen ist, dass die Lautstärke nicht so hoch eingestellt werden muss und wir dadurch also unser Gehör schützen. Ein In-Ohr-Hörer wird also richtig ins Ohr „gestöpselt“, schließt dadurch besser vor Außengeräuschen ab und kann somit den Gehörgang als Resonanzkörper benutzen, um einen besseren Klang zu erzeugen. Besonders die Basswiedergabe ist dadurch wesentlich besser als bei Ohr-Knöpfen. Um die Isolierung von Außengeräuschen, Klang und Tragekomfort nochmals zu verbessern, bieten viele Hersteller die Möglichkeit, sich bei einem Hörakustiker so genannte „Otoplastiken“ anfertigen zu lassen, die exakt auf die eigenen Ohren angepasst werden und die mitgelieferten Standard-Ohrstöpsel ersetzen. 

Ein paar Wandlerprinzipien...

beyerdynamic stellen ausnahmslos dynamische Wandlersysteme für Kopfhörer her. Die bestehen aus einem Permanentmagneten sowie einer schwingfähigen Membran, in deren Mitte sich eine Spule befindet, die vom Strom des Musiksignals durchflossen wird und dadurch als Elektromagnet wirkt. Die beiden Magnete ziehen sich je nach Signal unterschiedlich stark an bzw. stoßen sich ab, wodurch die Membran in Schwingung versetzt und so Schalldruckwellen (=Töne) erzeugt werden.

 

Elektrostatische Schallwandler

Der Wandler ist aus zwei gitterförmigen, sich direkt gegenüberliegenden  Elektroden aufgebaut, zwischen denen sich die Membran (Dicke: < 2 Mikron) befindet. Die Elektroden sind, abhängig vom Audiosignal, immer gegensätzlich geladen und ziehen bzw. stoßen die Membran, abhängig von deren Ladung, an bzw. ab. Elektrostatische Schallwandler werden aufgrund ihrer extremen Genauigkeit und dem geringen Klirrfaktor von Audiophilen sehr geschätzt. Nachteile sind allerdings die benötigte hohe Betriebsspannung, die mechanische Empfindlichkeit und natürlich auch der relativ hohe Anschaffungspreis.

Orthodynamische Schallwandler

Ein weiterer Wandler ist der von vielen schon fast vergessene orthodynamische Schallwandler. Der Wandler ist aus zwei gitterförmigen Ferritmagneten aufgebaut, die mit einem gewissen Abstand direkt gegenüber einander platziert sind und zwischen denen sich eine gewölbte Membrane befindet. Die Membrane besteht aus zwei Schichten, zwischen denen die Spule (flach) angebracht wurde. Die Membrane (Spule) bewegt sich zwischen den beiden Magneten (abhängig vom Audio-Signal), so wird die Luft in Bewegung gesetzt und Schall erzeugt. Orthodynamische Wandler klingen ebenfalls sehr genau und haben einen sehr geringen Klirrfaktor. In den 80er Jahren wurde diese Art von Wandler häufig benutzt, ist heute aber kaum noch zu finden. Der größte Nachteil bestand darin, dass durch die geringen Kräfte der eingesetzten Magnete, nur ein geringer Schalldruck erreicht werden konnte.

Dynamische Schallwandler

Der dritte Wandler ist gleichzeitig auch der meist eingesetzte Wandler: der dynamische Schallwandler, der im Prinzip wie ein Lautsprecher aufgebaut ist: Hinten auf die Membrane ist eine Ringspule (auch wohl Tauchspule genannt) geklebt, die sich in einem Luftspalt eines Permanent-Ringmagneten bewegt. Dieser Wandler bietet eine hohe Wiedergabequalität, ist mechanisch sehr robust, braucht nur eine geringe Betriebsspannung und hat einen im Vergleich zu elektrostatischen Wandlern einen wesentlich niedrigeren Anschaffungspreis. Aus diesen Gründen ist der dynamische Schallwandler heutzutage der meist eingesetzte Wandler und weltweit in fast jedem Studio-Kopfhörer zu finden.

(Elektro-) Magnetische Schallwandler

Der vierte Schallwandler ist der magnetische, oder auch elektromagnetische Schallwandler. Diese Wandler werden häufig in höherwertigen/teureren In-Ohr-Hörern benutzt. Der elektromagnetische Wandler ist im Grunde genommen dem dynamischen Schallwandler ähnlich, nur dass die Membrane gleichzeitig der Magnet ist und die Spule sich fest darunter befindet (wie der Permanent-Ringmagnet beim dynamischen Wandler). Der deutliche Vorteil ist der Schalldruck. Diese Wandler produzieren mehr Schalldruck als z.B. dynamische Schallwandler. Die Nachteile sind allerdings der höhere Anschaffungspreis, der etwas schlechtere Klirrfaktor und der Resonanzpeak. Der Resonanzpeak ist (je nach Modell) ein bestimmter Frequenzbereich der deutlich um einige dB’s angehoben ist und so den Klang nachteilig beeinflusst, da immer ein bestimmter Bereich (bspw. der Sprachbereich oder Bassbereich) angehoben ist. Das ist auch der Grund, warum in hochwertigeren In-Ohr-Hörern 2- oder  3-Weg-Systeme benutzt werden. So kann der komplette Übertragungsbereich eben flacher verlaufen. (Bei einem 3-Weg-System sind die Resonanzpeaks der drei einzelnen Systeme auf einander abgestimmt). 

Was ist eigentlich Diffusfeldentzerrung?

Haben Sie sich schon mal gewundert, warum bei Kopfhörern so gut wie nie ein Frequenzgang beigelegt ist? Ich kanns Ihnen verraten: Die sehen grauenhaft aus! Ein derart sprunghaftes Frequenzschriebgewitter würde wohl die wenigsten Kunden zum Kauf anregen. Man will schließlich was lineares. Unverfärbtes. Solides.

Aber warum sehen denn nun diese Frequenzgänge so furchtbar aus? Und warum hört man diese krassen Sprünge nicht deutlich heraus?

Wie wir hören

Der Mensch ist von Kind auf gewohnt, akustische Ereignisse wahrzunehmen. Wir wachsen mit einer Vielzahl von Schallquellen auf und gewöhnen uns an sie. Die Babyrassel, das Geschirrklappern aus der Küche, Fußgänger auf der Straße, Musik aus Lautsprechern, usw. Nun haben alle diese Schallquellen etwas gemeinsam: Sie sind relativ weit vom Ohr entfernt.

Bevor der Schall dieser Quellen unser Trommelfell erreicht, wird er durch die Form unseres Kopfes und unseres Ohres verfärbt.  Je nach Winkel werden dabei manche Frequenzen hervorgehoben, andere gedämpft. Mit den Jahren lernen wir diese Frequenzmuster und können unter anderem daran erkennen, in welcher Richtung sich die Schallquelle befindet. Wir hören Schall also nicht so, wie er an der Quelle entsteht, sondern verfärbt.

Lautsprecher und Kopfhörer

Wenn wir Musik über Lautsprecher mit einem linearen Frequenzgang hören, dann hören wir in Wirklichkeit ein durch unsere charakteristische Kopfform beeinflusstes Spektrum. Das empfinden wir als linear.

Beim Hören mit Kopfhörern macht sich der Schall gar nicht erst die Mühe, am Kopf oder Außenohr irgendwelche Effekte zu erzeugen, da die Schallquelle so nah am Ohr ist. Was aus dem Kopfhörer rauskommt geht also relativ unverfärbt auf unser Trommelfell. Damit sich der Kopfhörer trotzdem natürlich anhört, muss er den Klang also so verfärben, dass es der Verfärbungen durch Kopf- und Ohrform möglichst nahe kommt. In anderen Worten: Der Kopfhörer muss im Frequenzgang so eingestellt werden, dass es klingt, als käme der Schall aus einer entfernteren Quelle.

Diffusfeldentzerrung

Um den Kopfhörer an unsere Hörgewohnheiten anpassen zu können, müssen wir die Verfärbungen durch unseren Kopf erst einmal messtechnisch erfassen. Dazu wird beispielsweise ein Kunstkopf mit Mikrofonen in den Ohren verwendet. Wenn man diesen Kunstkopf beschallt, kann man mit den Mikrofonen messen, wie wir diesen Schall anstelle des Kunstkopfes wahrnehmen würden.

Damit der Kopfhörer nicht immer nur nach einer Richtung klingt, sondern alle Schallrichtungen gleich abbilden kann, muss der Kunstkopf aus vielen Richtung beschallt, und dass Ergebnis gemittelt werden. Damit wird keine Richtung perfekt abgebildet, aber auch keine Richtung völlig unterdrückt.

Bei beyerdynamic gibt es für diesen Zweck einen Hallraum. Das ist ein kleiner, fünfeckiger Raum mit Schallsegeln an den Decken, der sehr kahl und leer aussieht. Das faszinierende dabei ist, dass er die Größe eines Kinderzimmers hat, aber klingt, wie eine Kathedrale! In einer Ecke steht ein Oktaeder-Lautsprecher, der in acht Richtungen abstrahlt. Wenn man weit genug vom Lautsprecher weg ist, befindet man sich aufgrund des starken Halls nicht mehr im Direktfeld, sondern im Diffusfeld des Lautsprechers, also in dem Bereich, in dem der von den Wänden reflektierte Schall stärker ist, als der direkt vom Lautsprecher wahrgenommene.

Führt man die Kunstkopfmessung in diesem Raum durch, so überlagern sich bei einer Aufnahme durch den Hall sehr viele Schallrichtungen, womit wir die gewünschte Mittelung erreichen. Diese Mittelung (die Messung im Diffusfeld) gibt der Diffusfeldentzerrung ihren Namen.

Um den Kopfhörer zu entzerren, wird dieser auf den Kunstkopf gesetzt und der Frequenzgang wird so angepasst, dass das gemessene Frequenzverhalten dem im Diffusfeld entspricht.

Diskussion

Da die mechanischen und elektronischen Möglichkeiten, den Frequenzgang eines Kopfhörers zu verändern begrenzt sind, kann die Entzerrung nicht perfekt durchgeführt werden. Außerdem sind verschiedene Kopfhörer verschiedenen Geschmäckern angepasst. Es klingen also bei weitem nicht alle diffusfeldentzerrten Kopfhörer gleich.

Abgesehen davon sind die Frequenzmuster für das Richtungshören von der Form des Kopfes und der Ohren abhängig und deshalb bei jedem leicht unterschiedlich. Deshalb ist die Messung mit einem Kunstkopf ein recht willkürliche Wahl.

Die Diffusfeldentzerrung ist damit zwar ein wichtiger Bestandteil, die Ortung mit Kopfhörern zu verbessern und die sogenannte Im-Kopf-Lokalisation zu vermeiden, sie ist aber kein Garant dafür und ersetzt nicht ausführliches Testhören.

120 Ohm Nennquellimpedanz beim DT 48 E

Wo kommen diese mysteriösen 120 Ohm her?

Einige grundlegende Kopfhörermessungen sind in der deutschen Norm DIN-EN 60268-7 (basierend auf der internationalen Norm IEC 268-7) beschrieben. Laut dieser Normen sollen diese Messungen mit einer Quellenimpedanz von 120 Ohm durchgeführt werden. 

Aus diesem Grund sind die 120 Ohm Nennquellimpedanz im Datenblatt des DT 48 E aufgeführt: um zu beschreiben, unter welchen Bedingungen die ausgewiesenen Messungen durchgeführt wurden.

Weshalb macht es Sinn, eine so hohe Ausgangsimpedanz zu benutzen?

Diese hohe Impedanz wird vorgeschlagen, um große Unterschiede hinsichtlich des resultierenden Schalldruckpegels zu vermeiden, wenn Kopfhörer mit unterschiedlicher Impedanz am selben Verstärker betrieben werden. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel: Die Kopfhörerimpedanz kann von 16 zu 600 Ohm variieren. Es soll ein Kopfhörerverstärker mit einer idealen Ausgangsimpedanz von 0 Ohm angenommen werden. Dieser Verstärker wird auf eine konstante Ausgangsspannung von 1 Vrms (Sinus, 500 Hz) eingestellt. Beim Anschluss von Kopfhörern mit unterschiedlicher Impedanz ergeben sich die folgenden Leistungen (gemessen am Kopfhörersystem):

600 Ohm – 1,7 mW

250 Ohm – 4 mW

80 Ohm – 12,5 mW

32 Ohm – 31 mW

16 Ohm – 62,5 mW

Üblicherweise gilt, das gleiche Leistung gleichem Schalldruckpegel entspricht, unabhängig von der Kopfhörerimpedanz (das ist zumindest bei den meisten beyerdynamic-Kopfhörer so der Fall). Das heißt, wenn man von einem 600 Ohm-Kopfhörer zu einem 16 Ohm-Kopfhörer wechselt, ergibt sich ein Unterschied im Schalldruckpegel von 16 dB!

Ein Serienwiderstand von 120 Ohm reduziert diesen Unterscheid erheblich:

600 Ohm – 1,2 mW

250 Ohm – 1,8 mW

80 Ohm – 2,0 mW

32 Ohm – 1,4 mW

16 Ohm – 0,9 mW

Insbesondere bei niedrigen Hörerimpedanzen fällt die Leistung - absolut gesehen - kleiner aus als ohne den Vorwiderstand. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Impedanzen nun deutlich kleiner.

Muss man einen Kopfhörerverstärker mit dieser hoher Ausgangsimpedanz benutzen?

Nein, muss man nicht. Tatsächlich verwenden die meisten tragbaren Geräte (wie MP3-Player oder Handys) Kopfhörerausgänge mit sehr niedriger Ausgangsimpedanz. In Verbindung mit einem niederohmigen Kopfhörer erreicht man so auch bei kleiner Betriebsspannung ausreichend Leistung am System. Mit einen hochohmigen Kopfhörer erreicht man nur einen geringen Schalldruck, da der Verstärker nicht die nötige Spannung zur Vefügung stellen kann, um in dem hochohmigen System Leistung zu erzielen. 

Gibt es Klangunterschiede in Bezug auf die Ausgangsimpedanz des Verstärkers?

Zu einem gewissen Grad, ja. Allerdings sind die Auswirkungen eher gering.

Es gibt zwei Effekte die erwähnt werden sollten:

Zum Einen ist die Kopfhörerimpedanz nicht reell. Der komplexe Anteil ist relativ gering, aber er existiert. In Verbindung mit dem Serienwiderstand führt dies zu einem frequenzabhängigen Spannungsteiler. Das heißt, der Frequenzgang ändert sich in Abhängigkeit von der Ausgangsimpedanz des Verstärkers.

Der anderer Effekt ist Dämpfung: wie oben erwähnt, besitzt die Kopfhörerimpedanz einen komplexen Anteil Demzufolge entwickelt die Membran ein Eigenleben, sobald die Schwingspule mit elektrischer Spannung angeregt wird. Je niedriger die Ausgangsimpedanz des Verstärker ist, desto besser wird dieses Eigenleben kontrolliert und die Bewegung der Membran entspricht eher der eigentlich gewünschten Auslenkung. Das heißt, eine niedrige Ausgangsimpedanz des Verstärkers (im Vergleich zur Kopfhörerimpedanz) bewirkt ein besseres Impulsverhalten.

Fazit

Ein Serienwiderstand am Ausgang des Verstärkers hat seine Vorteile hinsichtlich der Verwendung von Kopfhörern mit unterschiedlicher Impedanz. Nebenbei bietet der Serienwiderstand einen Kurzschlussschutz für den Verstärkerausgang.

Wenn die Schaltung sorgfältig dimensioniert ist, bekommt man einen sehr vielseitigen Verstärker, mit dem man auch niederohmige Kopfhörer problemlos betreiben kann.

Eine hohe Ausgangsimpedanz ist aber nicht unbedingt erforderlich. Insbesondere wenn der Verstärker speziell für die Verwendung mit niederohmigen Kopfhörern gedacht ist, kann man auf den Serienwiderstand verzichten.

Was ist ein Poppschutz?

Ein Popp- oder auch Windschutz schützt Mikrofone vor Luftströmungen, die beim Sprechen, vor allem bei stimmlosen Konsonanten (wie „P“, „T“, „S“ oder „F“), oder im Freien  auftreten. 

Verwendet werden Schaumstoff- oder Fellüberzüge sowie in Tonstudios auch Poppschirme aus feinmaschigem Gewebe. 

Viele Mikrofone haben zum Schutz der Membran einen fest installierten Korb aus Metall- und Gazegeflecht, der auch Wind in Grenzen abhält. 

Bei Studiomikrofonen dient der Poppschutz hauptsächlich dazu, die beim Sprechen und Singen entstehende Feuchtigkeit und das Kondensat von der empfindlichen Kondensatormembran fernzuhalten.

Unterschiede zwischen beyerdynamic M 201 N, M 201 N (C) und dem aktuellen M 201 TG

Prinzipiell sind das die gleichen Mikrofone, sie unterscheiden sich im Alter und dem Anschlussstecker: die Urversion aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war das M 201 N („N“ für „niederohmig“, damals musste das noch erwähnt werden) mit dreipoligem DIN-Stecker. Kurz darauf gab es eine Variante namens M 201 N (C), wobei das „(C)“ für „Cannon“, den Erfinder des XLR-Steckers stand. Diese beiden Versionen konnten ineinander umgebaut werden, deswegen saß der jeweilige Stecker in einer Schraubhülse, die hinten ein wenig aus dem Mikrofonschaft herausschaute.

Mit der Zeit wurde die DIN-Variante ein- und in den 80er Jahren die sogenannte „Tour Group“ Mikrofon-Serie vorgestellt, in die das Mikrofon dann als M 201 TG integriert wurde.

Inzwischen endet auch der XLR Stecker bündig mit dem Mikrofonschaft. Abgesehen davon bauen wir das M 201 seit vielen Jahren technisch nahezu unverändert.

Unterschiede beyerdynamic MCE 86 II, MCE 86 S II und MCE 86 S II CAM

- Das MCE 86 II kann ausschließlich mit Phantomspeisung betrieben werden. Diese Speisung liefert Ihre Cam, also benötigen Sie kein Mikrofon mit Batteriespeisung.

- Das MCE 86 S II ist das selbe Mikrofon mit einer Möglichkeit, das Mikrofon auch mittels einer 1,5 Volt Mignon Batterie zu speisen.

- Das MCE 86 S II CAM ist lediglich eine Kameravariante des MCE 86 S II (ebenfalls mit der Möglichkeit des Batteriebetriebs) mit entsprechendem Zubehör wie elastische Kamerahalterung EA 86, einem Adapterkabel auf 3,5 mm Klinkenstecker und Windschutz WS 716.

Wie wird die Kapsel des CK 930 T-Sets positioniert?

Beispielsweise mittig auf einer Tischplatte stehend, kann das CK 930 im Sprachfrequenzbereich als Grenzflächemikrofon benutzt werden. Dadurch, dass Direktschall und der von der Tischplatte reflektierte Schall nahezu gleichphasig an der Mikrofonkapsel ankommen, ergibt sich ein theoretischer Pegelgewinn von 6dB (praktisch sind es ca. 5dB) gegenueber einer Aufstellung im Freifeld. Der beim CK 930 gewählte Abstand zwischen Mikrofonkapsel und Grenzfläche verbessert signifikant die Rückwärtsdämpfung und verringert damit unter anderem die Gefahr von Rückkopplungen, ist aber auf den für Sprache relevanten Bereich optimiert. Daher sollte die Kapsel nur bei Anwendungen ohne akustisch wirksame Grenzfläche auf die Schallquelle ausgerichtet werden, auf einer Grenzfläche stehend, sollte sie waagerecht positioniert werden.

Wie funktioniert ein dynamisches Mikrofon?

Beim sogenannten Tauchspulenmikrofon wird aufgewickelter Kupferdraht in Form einer Spule an einer beweglich gelagerten Membran befestigt. Diese Spule taucht in den Luftspalt eines unbeweglich montierten Permanentmagneten (daher auch der Name). Bewegt ein Schallsignal die Membran und damit auch die Schwingspule, wird vom umgebenden Magnetfeld eine Wechselspannung in diese Spule induziert, die relativ genau das Audiosignal abbildet. Diese Wechselspannung ist bereits das zwischen den Kontakten 2 und 3 des XLR-Steckers anliegende Ausgangssignal des Mikrofons.

Beim Bändchenmikrofon schwingt an Stelle der Membran/Spuleneinheit ein sehr dünner Aluminiumstreifen, eben dieses namensgebende Bändchen. Dessen Ausgangssignal wird über einen Übertrager an Standardmikrofoneingänge angepasst.

Schadet Phantomspeisung dynamischen Mikrofonen (Tauchspulen- und Bändchenmikros)?

Bei intakten Mikrofonen und symmetrischer Verkabelung nicht! 

Die Phantomspeisung ist eine Gleichspannung in Höhe von 48V, die an BEIDEN Tonadern des XLR-Steckers (Kontakte 2 und 3) gegenüber dem 0V Potenzial (Kontakt 1, Mikrofongehäuse) anliegt. 

Damit Strom fließen könnte, müsste es im Mikrofon eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Schwingspulenkontakten (oder beim Bändchenmikrofon der Sekundärwicklung des Übertragers) und dem Mikrofongehäuse geben. Da eine solche Verbindung in dynamischen Mikrofonen bei richtiger Verkabelung nicht existiert, kann kein Strom fließen, also passiert dem Mikrofon nichts. Vorsicht ist allerdings bei historischen Mikrofonen mit teilweise anderen Steckverbindern und abweichender interner Verdrahtung angebracht! Wie in den meisten Mischpult-Bedienungsanleitungen richtig beschrieben, sollten zunächst alle Mikrofone (oder Funkempfänger, DI-Boxen...) verkabelt und erst dann die Phantomspeisung eingeschaltet werden - beim Abbauen entsprechend: erst Ausschalten, dann Entstöpseln.

Was ist der Unterschied zwischen dynamischen und Kondensatormikrofonen?

Die schwingende Einheit eines Tauchspulenmikrofons (also Membran und daran befestigte Schwingspule) hat ein hoeheres Gewicht als ein Bändchen oder die Membranfolie eines Kondensatormikrofons. 

Diese hoehere Masse in Schwingung zu versetzen (was fuer die Schallwandlung notwendig ist), erfordert mehr Energie vom Schallsignal als für leichtere Bändchen oder Folien. 

Ausserdem folgt eine schwerere Membran einem komplexen Audiosignal träger als eine leichtere. 

Was jetzt zunächst wie ein K.O. Kriterium für Tauchspulenmikrofone im Vergleich zu Bändchen- und Kondensatormikrofonen klingt, kann in vielen Anwendungen aber durchaus hilfreich sein: so kann ein gut konstruiertes Tauchspulenmikro Störschall auf einer Bühne (andere Instrumente, Monitorlautsprecher, etc.) oft stärker unterdrücken, als ein entsprechendes Kondensatormikrofonmodell. Dynamische Mikrofone brauchen (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) keinerlei Speisespannung und sind oft mechanisch etwas robuster. Generell kann man sagen, dass sich ein sehr gutes Kondensatormikrofon klanglich neutraler bauen laesst als ein dynamisches Exemplar.

Wie funktioniert ein Kondensatormikrofon?

Die Membran eines Kondensatormikrofons ist üblicherweise ein metallbedampfte Kunststofffolie. Gegenüber der beweglichen Membran befindet sich eine unbewegliche, sogenannte Gegenelektrode. Beide zusammen bilden einen Plattenkondensator (daher der Name "Kondensatormikrofon"). Wird an diese Konstruktion eine Spannung angelegt, ändert sich bei Abstandsänderung zwischen Membran und Gegenelektrode (also, wenn die Membran schwingt) die Kapazität, woraus sich über eine nachfolgende Elektronik das Audiosignal extrahieren lässt. Diese Elektronik (und bei Echtkondensatorkapseln die Vorspannung, die an den beiden Elektroden anliegen muss) erklärt auch, warum Kondensatormikrofone immer eine Spannungsversorgung, meist die sogenannte Phantomspeisung (oder gelegentlich auch eine Batterie) zum Betrieb benötigen.

Was ist das Wandlerprinzip?

Aufbau des Wandlersystems als dynamisches Tauchspulen- oder Bändchenmikrofon oder als Kondensatormikrofon.

Die schwingende Einheit eines Tauchspulenmikrofons (also Membran und daran befestigte Schwingspule) hat ein höheres Gewicht als ein Bändchen oder die Membranfolie eines Kondensatormikrofons. Diese höhere Masse in Schwingung zu versetzen (was für die Schallwandlung notwendig ist), erfordert mehr Energie vom Schallsignal als für leichtere Bändchen oder Folien. Außerdem folgt eine schwerere Membran einem komplexen Audiosignal träger als eine leichtere. Was jetzt zunächst wie ein K.O. Kriterium für Tauchspulenmikrofone im Vergleich zu Bändchen- und Kondensatormikrofonen klingt, kann in vielen Anwendungen aber durchaus hilfreich sein: so kann ein gut konstruiertes Tauchspulenmikrofon Störschall auf einer Bühne (andere Instrumente, Monitorlautsprecher, etc.) oft stärker unterdrücken, als ein entsprechendes Kondensatormikrofonmodell. Dynamische Mikrofone brauchen (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) keinerlei Speisespannung und sind oft mechanisch etwas robuster. Generell kann man sagen, dass sich ein sehr gutes Kondensatormikrofon klanglich neutraler bauen lässt als ein dynamisches Exemplar.

Was ist das Arbeitsprinzip?

Mechanischer Aufbau der Mikrofonkapsel, mit dem über Schallführungen (meist) auf der Membranrückseite die Richtcharakteristik bestimmt wird.

Bei sogenannten Druckempfängern ist die Rückseite der Mikrofonmembran vom Schallfeld abgeschlossen, sie haben immer eine kugelförmige Richtcharakteristik, nehmen also Schall aus allen Richtungen mit nahezu gleichem Pegel auf. Bei Druckgradientenempfängern bestimmt die Druckdifferenz zwischen Vorder- und Rückseite der Membran die bevorzugte Aufnahmerichtung, sie sind immer Richtmikrofone.

Was ist die Richtcharakteristik?

Die Richtcharakteristik ist die bevorzugte Aufnahmerichtung des Mikrofons. Gemäß der Form auf dem entsprechenden Messschrieb gibt es Kugel-, Nieren-, Super- oder  Hyperniern- wie auch Achtercharakteristiken.

Auch, wenn viele Anwender ausschließlich die langen, zylinderförmigen, aus dem Fernsehen bekannten Mikrofone für „Richtmikrofone“ halten, so sind in Wirklichkeit die meisten im Video-, Studio- und Livebereich benutzten Modelle sogenannte Richtmikrofone – unabhängig von ihrem äußeren Erscheinungsbild!

Der Name kommt von der Tatsache, dass diese Mikrofone den Schall nur aus (meist) einer Richtung mit vollem Pegel übertragen, während sie Signale aus allen anderen Richtungen nur abgeschwächt, also leiser aufnehmen. Die Bezeichnungen „Nierencharakteristik“ resultiert aus der zweidimensionalen Darstellung der entsprechenden dreidimensionalen Messung: sie zeigt einen etwa nierenförmigen Bereich um die Vorderseite des Mikrofons, in dem alle Signale mit etwa gleichem Pegel aufgenommen werden (im angloamerikanischen Bereich weckte diese Form die Assoziation an ein Herz, deswegen heißt die Charakteristik hier „cardioid“). Sie erlaubt einen relativ großen Bewegungsspielraum vor dem Mikrofon, während Signale von der Rückseite des Mikrofons (180°) besonders gut abgeschwächt werden. Bei der Super- und schließlich Hypernierencharakteristik ist der vordere Aufnahmebereich zunehmend verkleinert und der Bereich der stärksten Abschwächung wandert nach schräg hinten (126° - 110° von der Mikrofonachse).

Der verringerte Bewegungsspielraum vor dem Mikrofon (im Vergleich zur Niere) wird bei guten Konstruktionen mit geringerem Übersprechen anderer Signale (Monitorlautsprecher, Instrumente, etc.) und höherer Rückkopplungssicherheit belohnt. 

Mit zunehmender Richtwirkung, also angefangen bei der Niere, über Super- und Hyperniere bis zur Keule müssen Richtmikrofone genauer auf die Schallquelle ausgerichtet werden, Signale von der Seite werden zunehmend klanglich verfärbt und mit verringertem Pegel übertragen. Unter anderem deswegen eignen sich Mikrofone mit Keulencharakteristik auch nicht für Anwendungen vor großen Klangkörpern wie Chören oder Orchestern!

Das erklärt auch, warum die Frage nach der „Reichweite“ eines Mikrofons – zum Beipiel im Videobereich – nicht zu beantworten ist: Signale, die das Mikrofon seitlich treffen werden leiser übertragen als welche von vorne, eine Stimme auf der gegenüberliegenden Seite einer vielbefahrenen Straße wird auch von einem guten Mikrofon mit Keulencharakteristik nicht verständlich aufgenommen! Hier bedingt die Physik, dass der Anwender diese Straße entweder für den Verkehr sperren oder überqueren muss...

Was ist der max. Grenzschalldruckpegel bei 1 kHz?

Höchster, vom Mikrofon noch weitestgehend sauber verarbeiteter Schallpegel.

Akustischer Pegel, ab dem das Mikrofon einen definierten Klirrfaktor, üblicherweise 1 % bei 1 kHz produziert. Dieser Pegel definiert die obere Grenze des linearen Arbeitsbereichs eines Mikrofons. Bei den meisten dynamischen Mikrofonen geben wir diesen Wert nicht an, da er so hoch liegt, dass er nicht mehr verlässlich zu messen ist. 

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