29.06.2016

Kommunikations- und Sicherheitsexperten führen die anhaltenden Signalstörungen in Nigeria, die auch im Bereich drahtlose Mikrofontechnik zu Problemen führt, auf mangelndes Know-how und zu schwache Regulation der zuständigen Behörden zurück. Mit diesem Fazit schloss die jüngste "Energie of Sound Conference 2016" in Abuja (Nigeria), zu der sich Medienvertreter sowie Geschäftsleute getroffen hatten, um über die Zukunftsfähigkeit des nigerianischen Marktes im Bereich Drahtlostechnologie zu diskutieren.

Peter Madu, Geschäftsführer der Acti-Tech AG (Nigeria), betonte, dass Nigeria nicht rechtzeitig mit einer einheitlichen Frequenzsteuerung auf die Störungen und Unterbrechungen der Funksignale im Land reagiert habe. Bestimmte Bereiche, zu denen auch die Veranstaltungsbranche mit dem Einsatz von drahtlosen Mikrofonen gehöre, haben dadurch massive Problem und müssen diese Versäumnisse jetzt ausbaden, so Madu. Das Ziel solle sein, einen langfristigen Technologietransfer zu ermöglichen und hochwertige moderne Sound-Systeme zu etablieren. Nigeria stelle einen enormen Markt mit 170 Mio. Menschen dar, der auch die infrastrukturellen Anforderungen, z.B. konstante Stromversorgung, bereitstellen müsse.

Robert Winterhoff, Managing Director Global Sales und Marketing von beyerdynamic nannte Nigeria ein „blühendes Land“, obwohl die mangelnde Qualität der Übertragung von Mikrofon- und Kommunikationstechnologie in der Vergangenheit zu viel Ärger bei den Organisatoren von Veranstaltungen geführt habe. Er sei nach Nigeria gereist, um die Bedürfnisse des Marktes besser zu verstehen, aber auch um sich für Verbesserungen einzusetzen und um Bereitschaft für Investitionen zu signalisieren.

Das Zusammentreffen bot außerdem die Möglichkeit, aktuelle Produkte in den Bereichen ELA-Technik, Sound-Anlagen, Konferenztechnik und Multimedia-Präsentation kennenzulernen.

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