26.04.2012

Natürliche Räumlichkeit ohne Lautsprecher: beyerdynamic besiegt den „Kopfhörer-Klang“

Heilbronn, zur High End München, 3. - 6. Mai 2012: Es gibt akustische Prinzipien, die lassen sich nur schwer verbessern. Die Stereo-Wiedergabe über zwei Lautsprecher gehört dazu. Seit mehr als 50 Jahren beschert sie Musikfans in aller Welt ein natürliches Hörerlebnis: Stimmen und Instrumente erklingen vor dem Zuhörer auf einer virtuellen Bühne – so wie es der tatsächlichen Situation in einem Konzert, im Jazzclub oder Opernhaus entspricht.

Kopfhörer können diesen Eindruck nur schwer vermitteln. Statt vorne auf der Bühne, scheint die Musik bei Ihnen eher zwischen den Ohren zu spielen, direkt im Kopf des Trägers. Darum hat beyerdynamic sein Headzone®-System entwickelt – ein revolutionäres Verfahren, das Kopfhörer wie echte Stereo-Lautsprecher klingen lässt.

Headzone® beseitigt die prinzipielle Schwäche eines jeden Kopfhörers, der mit Membranen direkt am Ohr arbeitet: Dem Klang fehlen Schallinformationen aus verschiedenen Richtungen. Denn am räumlichen Hören sind immer beide Ohren beteiligt. Was die rechte Seite wahrnimmt, kommt auch auf der linken an. Das Signal ist dort nur etwas leiser, leicht verzögert und klanglich anders gefärbt. Weil der Schall einen zusätzlichen Weg um den Kopf herum zurücklegen muss.

Die diversen Schallanteile sind unentbehrlich für einen natürlichen Raumeindruck. Mit ihrer Hilfe ermittelt das Gehör, aus welcher Richtung und Entfernung der Klang kommt – und folglich auch, wo in einer klassischen Wohnzimmersituation die Stereo-Lautsprecher stehen. Fehlt die Richtungsinformation, lokalisiert unser Gehirn die Schallquelle nicht vorne, sondern direkt im Kopf: Der typische Kopfhörer-Klang entsteht.

Ein Mittel gegen die so genannte „Im-Kopf-Lokalisation“ gibt es bereits: die Kunstkopf-Stereophonie. Zwei kleine Mikrofone, im Ohrenabstand an einem künstlichen Kopf befestigt, zeichnen die Musik so auf, wie sie vom Zuhörer im Konzertsaal wahrgenommen würde – inklusive aller indirekten Schallinformationen. Allerdings existieren nur wenige echte Kunstkopf-Aufnahmen. Die meisten Platten entstehen mit viel mehr Mikrofonen. Sie werden anschließend im Studio so abgemischt, dass die Aufnahme zu Hause über Lautsprecher optimal klingt.

Genau hier setzt Headzone® von beyerdynamic an. Das System des Heilbronner Audiospezialisten besteht aus einer Basisstation, die sich mit verschiedenen Kopfhörer-Modellen kombinieren lässt (siehe http://www.beyerdynamic.de/headzone). Die Basisstation ergänzt das Kopfhörersignal um jene Klanginformationen, die beim natürlichen Hören quasi nebenbei entstehen. Dazu verwendet sie kopfbezogene Übertragungsfunktionen (HRTF = Head Related Transfer Function) – spezielle mathematische Formeln, die das Reflexionsverhalten von Schall am Kopf nachbilden.

Anders ausgedrückt: Das System berechnet, welcher Schall in einer natürlichen Umgebung ohne Kopfhörer am rechten und linken Ohr eintreffen würde. Weil dabei Größe und Reflexionsverhalten des Hörraums eine wichtige Rolle spielen, lassen sich diese Parameter über Regler an der Basisstation einstellen.

Ergebnis ist ein natürlicher Höreindruck, wie ihn sonst nur Kopfhörer mit Kunstkopf-Aufnahmen liefern. Hauptsächlicher Unterschied zur Kunstkopf-Stereophonie: Headzone reproduziert nicht die Akustik des Aufnahmeraums, diese Aufgabe obliegt nach wie vor dem Toningenieur im Konzertsaal oder Studio, der seine Aufnahme für die Lautsprecherwiedergabe optimiert. Das System erzeugt vielmehr das Abbild eines perfekten Stereo-Dreiecks im idealen Wohnraum – ohne dass Lautsprecher im Raum positioniert, ja überhaupt aufgestellt werden müssten. Es funktioniert mit jedem Musikprogramm und in jeder Umgebung. Headzone erzeugt selbst in akustisch ungünstigen Räumen ein optimales Hörerlebnis.

Wer mehr wissen möchte: Gunter Weidemann, Manager Technical Support Consumer Products von beyerdynamic, erklärt in einem Vortrag auf der High End 2012 (3. bis 6. Mai), wie diese einzigartige Technologie genau funktioniert. Er ist am 3. Mai um 10.30 Uhr auf der Technologiebühne im M,O,C, zu Gast (Halle 3, E 10, Lilienthalallee 40, 80939 München) – und beantwortet hier schon einmal die wichtigsten Fragen:

Warum ist der Stereoklang mit Headzone® so gut?
Das System erzeugt zwei virtuelle Lautsprecher, die im 30-Grad-Winkel rechts und links von der Mittelachse spielen. Für den Hörer ergibt sich daraus ein gleichschenkliges Dreieck, an dessen Spitze er sitzt. An diesem Punkt liegt auch der so genannte „Sweet Spot“, die ideale Hörposition für Stereoaufnahmen.

Wie erzeugt Headzone® die zusätzlichen Schallinformationen?
beyerdynamic hat in einem reflexionsarmen Raum mit Kunstkopf-Ohrmikrofonen umfangreiche Messreihen durchführen lassen. Dabei wurden Schallmuster für das rechte und das linke Ohr ermittelt, die sich in mathematische Formeln umsetzen lassen. Mit ihrer Hilfe berechnet das System in Echtzeit zur Musik die fehlenden Rauminformationen, da Position und Entfernung der Lautsprecher im Raum bekannt sind.

Welche Kopfhörer eignen sich für Headzone®?
Am besten klingt das System mit einem ohrumschließenden Kopfhörer in halboffener Bauweise, zum Beispiel dem T 1 von beyerdynamic, weil diese Konstruktion die faszinierende Räumlichkeit optimal zu Geltung bringt. Wir empfehlen auch den DT 880 HZ in spezieller Headzone®-Ausführung mit langem 5-Meter-Kabel und Lautstärkeregler in der Zuleitung, der für besondere Bewegungsfreiheit sorgt, weil die Basisstation nicht in der Nähe des Hörplatzes stehen muss.

Welche Einstellmöglichkeiten hat der Nutzer?
Im Alltag hört man Musik natürlich nicht in einem reflexionsarmen Raum. Der Klang wäre zu stark bedämpft, wie in einem mit dicken Vorhängen und Teppichen ausgestatteten Salon. Um das Schallfeld weniger „trocken“ erscheinen zu lassen, ist der Grad der Schall-Reflexionen an der Headzone®-Basisstation einstellbar. Auch die Größe des virtuellen Raums lässt sich verändern, um den Klang an die Akustik normaler Wohnzimmer anzupassen.

Funktioniert Headzone nur mit Stereosignalen?
Der leistungsfähige Signalprozessor in unserer Headzone®-Basisstation kann nicht nur die Schallinformationen von zwei Lautsprechern berechnen. In das System sind auch die Positionen zusätzlicher Surround-Boxen einprogrammiert. So kann Headzone® bei Bedarf ein ganzes 5.1-Lautsprecher-Setup mit Center, Subwoofer und rückwärtigen Lautsprechern ersetzen.

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Pressekontakt:

Ursula Hinkel
Medienarbeit
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hinkel@beyerdynamic.de
www.beyerdynamic.com


Über beyerdynamic
Mit Pioniergeist und höchstem Qualitätsanspruch steht die beyerdynamic GmbH & Co. KG, Heilbronn, für angewandte Hochtechnologie im Bereich professioneller Audio-Elektronik. Auch heute, über 80 Jahre nach der Gründung des Unternehmens, werden Kopfhörer, Mikrofone und Konferenztechnik in Deutschland entwickelt und überwiegend in Handarbeit gefertigt. 
Der junge Ingenieur Eugen Beyer legte mit der Entwicklung des DT 48 (1937), ein Kopfhörer, der bis heute nach dem gleichen technischen Prinzip gefertigt wird, den Grundstein zum Unternehmenserfolg. Später erlangten die beyerdynamic Mikrofone Weltruhm: Die erste Beatles-Tournee wurde 1966 mit dem Bändchenmikrofon E 1000 durchgeführt, in den 70er und 80er Jahren spielten international bekannte Musiker und Bands wie beispielsweise Abba, Bob Dylan und Udo Lindenberg mit beyerdynamic-Equipment. In den letzten Jahren hat beyerdynamic insbesondere auf dem Gebiet der drahtlosen Konferenztechnik Zeichen gesetzt. 1998 präsentierte der Audiospezialist als Weltneuheit eine drahtlose Konferenzanlage. Die weltweit einzigartige Revoluto-Konferenzmikrofon-Technologie sichert dem Unternehmen die Technologieführerschaft weltweit. 
Professionelle Headsets für TV-Kommentatoren und Headsets mit digitaler Geräuschunterdrückung für Piloten sowie Dolmetscheranlagen ergänzen die aktuelle Produktpalette. Zu den jüngsten Referenzen der Ingenieure aus Heilbronn gehören Kopfhörer für 5.1 Surround Sound (Headzone), High End-Kopfhörer mit innovativer Tesla-Technologie (T 1, T 50 p, T 5 p, T 70, T 70 p) sowie Headsets mit der patentierten Gehörschutztechnologie EarPatron (z.B. SIS). Mit der beyerdynamic MANUFAKTUR setzt das Traditionsunternehmen auf Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch und unterstreicht die Positionierung als Premiumhersteller.

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